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Noch in der Nacht am 11. Februar 2016 war die Feuerwehr mit dem Löschen beschäftigt. Ein 40-Jähriger soll den Brand im Gebäude der „Rigi-Rutsch’n“ gegen 14 Uhr ge legt haben. 

Brandstiftung vorgeworfen

40-Jähriger soll Feuer in „Rigi-Rutsch‘n“ gelegt haben

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Die Staatsanwalt hat einen 40-Jährigen angeklagt. Er soll am 11. Februar vergangenen Jahres das Feuer in der „Rigi-Rutsch‘n“ gelegt haben.

Peißenberg – Monatelang wurde ermittelt. Nun ist die Staatsanwaltschaft München II überzeugt davon zu wissen, wer im vergangenen Jahr den Brand in der Gaststätte der Peißenberger „Rigi-Rutsch’n“ gelegt hat. Sie hat gegen einen 40-Jährigen aus dem Landkreis Anklage beim Landgericht München II erhoben.

Der Mann soll am 11. Februar 2016 gegen 14 Uhr das Feuer im Gastraum der „Caribar“ gelegt haben. Zu dieser Zeit fand Bade- und Saunabetrieb statt, es waren Menschen im Gebäude. Sie seien durch das Feuer „in die Gefahr des Todes“ gebracht wurden, sagt Ken Heidenreich, Pressesprecher der Staatsanwaltschaft München. Damit handele es sich laut Strafgesetzbuch um eine „besonders schwere Brandstiftung“. Sollte dem 40-Jährigen diese Tat nachgewiesen werden, bedeutet dies eine Freiheitsstrafe von mindestens fünf Jahren.

Die Anklage der Staatsanwaltschaft liegt nun beim Landgericht München II. Das muss darüber entscheiden, ob es den Angeschuldigten für hinreichend verdächtig hält, die ihm zur Last gelegte Straftat begangen zu haben. Nur dann kann das Hauptverfahren eröffnet werden und es kommt zum Prozess. Bis es soweit ist, steht nicht fest, „ob und wann ein Hauptverhandlungstermin anberaumt wird“, sagt Andrea Titz, Leiterin der Pressestelle am Oberlandesgericht.

Michael Gottschalk, einer von zwei Verteidigern des beschuldigten 40-Jährigen, rechnet damit, dass es noch Wochen oder gar Monate bis zu einer Entscheidung des Gerichts dauern wird. „Es gibt umfangreiches Aktenmaterial“, sagt der Rechtsanwalt aus Heinsberg (Nordrhein-Westfalen). Sollte es zur Verhandlung kommen, „wird das ein Riesen-Prozess mit vielen Zeugen“. Gottschalk setzt darauf, dass es soweit gar nicht kommt. Er hat beantragt, „die Eröffnung des Hauptverfahrens abzulehnen“, da die Vorwürfe gegen seinen Mandanten nicht haltbar seien. Zu einzelnen Punkten der Anklage äußert er sich nicht.

Der Brand in der „Rigi-Rutsch’n“ hatte für viel Aufsehen gesorgt. Die Flammen breiteten sich rasant aus, 188 Einsatzkräfte rückten an. Die Folgen waren enorm: Das Dachgeschoss brannte aus, der Kassenbereich und die Decke über den Innenbecken wurden in Mitleidenschaft gezogen. Der Schaden belief sich auf rund 750 000 Euro. Die Sauna blieb einige Zeit geschlossen, das Freibad öffnete 2016 gar nicht, weil die „Rigi-Rutsch’n“ ohnehin seit Jahren ein Defizit einfuhr.

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