1. Startseite
  2. Lokales
  3. Weilheim
  4. Peißenberg

BRK-Bereitschaft: So viel im Dienst wie seit 20 Jahren nicht mehr

Erstellt:

Von: Paul Hopp

Kommentare

Die Rot-Kreuz-Familie Peißenberg im Jahr 2019 mit Einsatzwagen.
Eine fleißige Truppe: die Peißenberger „Rot-Kreuz-Familie“. Das Foto entstand im vergangenen Jahr. © Privat

Schneechaos, „Dauereinsatz“ bei der Peißenberger Festwoche und so viele Einsatzstunden wie seit 20 Jahren nicht mehr: Die Bereitschaft Peißenberg des BRK blickt auf ein ereignisreiches 2019 zurück.

Peißenberg – Schneechaos, „Dauereinsatz“ bei der Peißenberger Festwoche und so viele Einsatzstunden wie seit 20 Jahren nicht mehr: Die Bereitschaft Peißenberg des BRK-Kreisverbandes Weilheim-Schongau blickt auf ein ereignisreiches 2019 zurück. Der Bericht wurde bei der Mitgliederversammlung vorgestellt, die aufgrund der Corona-Pandemie erst kürzlich stattfinden konnte.

BRK Peißenberg: 35 Aktive leisten über 5500 Stunden Dienst

Insgesamt leisteten die 35 Aktiven der Bereitschaft zusammen 5554 Stunden Dienst „und damit erstmals wieder soviel wie zuletzt im Jahr 2000“, wie es in einer Mitteilung heißt. Zum Vergleich: Im Jahr 2018 wurden 4911 Stunden an Dienst geleistet. 2019 stellen sich im gesamten Bereich Peißenberg BRK-Mitglieder (inklusive Jugendrotkreuz) stolze 13 700 Stunden lang ehrenamtlich in den Dienst der Allgemeinheit. Besonders freute das BRK-Team in der Marktgemeinde, das sechs neue Mitglieder hinzukamen, „die uns tatkräftig unterstützen“.

Ein herausragendes Ereignis war gleich zu Jahresbeginn das Schneechaos in Oberbayern. Die Peißenberger waren drei Tage lang in Geretsried und Bayrischzell in Sachen „Helferverpflegung“ und bei einer Notunterkunft im Einsatz. Neun Peißenberger BRK-Helfer verpflegten über 2000 Kollegen und betreuten 14 evakuierte Personen. Im Juni war fast zwei Wochen lang „Dauereinsatz“ bei der Peißenberger Festwoche zum 100-Jährigen der Marktgemeinde angesagt. Die Helfer mussten 89-mal Hilfe leisten und waren 184 Stunden am „Glückshafen“ sowie über 200 Stunden im Sanidienst tätig. Neunmal während des Jahres wurden die „Schnelleinsatzgruppen“ (SEG) durch die integrierte Leitstelle alarmiert – so beim Waldbrand in Böbing im Juni und einem Großbrand in Weilheim Ende Dezember. Im Jahr davor waren es drei SEG-Einsätze. Zu vier Blutspendeterminen kamen 453 Menschen – gegenüber 2018 gab es einen Rückgang von 29 Spendern.

Das Rote Kreuz in Peißenberg blickt auf eine knapp 100-jährige Geschichte zurück. 1923 wurde die „Sanitätskolonne Peißenberg“ gegründet. Anlass war „die Bergwerkkatastrophe 1919, bei der es mehrere Tote und Verletzte gab“, heißt es auf der Homepage der BRK-Bereitschaft. Bis es zur Gründungsversammlung im Gasthaus „Zur Sonne“ kam, dauerte es aber noch.

Derzeitiger Bereitschaftsleiter ist Thomas Bieringer, der den Posten schon seit 2006 inne hat. Stellvertreter sind Ute Forstner und Johannes Mühl (beide seit 2017). Weitere Informationen gibt es online unter der Adresse www.brk-peissenberg.de.

Auch interessant

Kommentare