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Die Kandidaten der Freien Wähler wurden auf die Liste gesetzt. Mit dem Wappen in der Hand Bürgermeisterkandidat Walter Wurzinger. 

Einstimmig Bürgermeisterkandidat gewählt

Bürgermeisterwahl in Peißenberg: FW küren Wurzinger zum Kandidaten

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Als „politische Mitte“ Peißenberg nach den Kommunalwahlen 2020 „aktiv erneuern“ und „Bürgernähe“ demonstrieren – das will die Ortsgruppe der Freien Wähler mit Walter Wurzinger an der Spitze: Der 49-Jährige wurde einstimmig zum Bürgermeister-Kandidaten gekürt.

Peißenberg – Das Einzige, was bei der Aufstellungsversammlung der Freien Wähler (FW) im Gasthaus „Sonne“ nicht funktionierte, das war der Beamer. Ansonsten ging das Wahlprozedere reibungslos über die Bühne. Die Personalfragen waren bereits im Vorfeld geklärt worden – und damit auch die Besetzung der Spitzenkandidatur.

Viele hatten mit Jürgen Forstner gerechnet, der die FW-Ortsverbandsgründung maßgeblich mit angeschoben hatte. Am Rande der Aufstellungsversammlung räumte der frühere Gemeinderat der Bürgervereinigung und Inhaber einer Maler- und Bodenlegerfirma auch ein, dass er über eine Bewerbung für das Bürgermeisteramt nachgedacht habe: „Aber für mich ist es vollkommen klar, dass Walter Wurzinger der bessere Kandidat ist.“

Er selbst sei mit Leidenschaft Handwerker und keiner, der täglich ins Büro gehen wolle. Wurzinger habe als Projektmanager einen anderen beruflichen Hintergrund: „Er ist unwahrscheinlich kreativ und doch strukturiert. Ich bin eher der Improvisateur“, so Forstner. Wurzinger sei ein „Mann der Tat“, der alle notwendigen Qualitäten für das Bürgermeisteramt mitbringe.

Bürgermeisterwahl 2020 in Peißenberg: Freie Wähler küren Wurzinger zum Kandidaten

Über konkrete Details, wie er sich die Gemeindepolitik künftig vorstellt, hielt sich Wurzinger bei seiner Kandidatenkür noch bedeckt. „Es gibt viele Baustellen, wo wir dringend anschieben müssen“, betonte er. Ziel sei es, den Ort in enger Abstimmung mit den Bürgern „aktiv zu erneuern“. Dafür gebe es in Peißenberg viel Potenzial, das aber endlich gehoben werden müsse. Wurzinger versteht sich und seine Mitstreiter als „politische Mitte für Peißenberg“ und Ideengeber für ein Gesamtkonzept: Für den Markt müsse – wie es Wurzinger in Anspielung auf die Parteifarbe der FW formulierte – ein „oranger Faden“ entwickelt werden. Ein Baustein dabei: „Die Wirtschaftskraft ausbauen, um mehr finanziellen Spielraum zu haben.“

Ebenso wie Wurzingers Spitzenkandidatur wurde die achtköpfige Gemeinderatsliste von den neun stimmberechtigten Parteimitgliedern einhellig abgesegnet. Forstner sprach von einer „super Mannschaft“, die in Peißenberg vieles zum Besseren verändern und einen „lösungsorientierten Wahlkampf“ führen wolle.

Freie Wähler in Peißenberg: Ein Mitglied ist überraschend nicht auf Listenplatz dabei 

Nicht mit dabei ist überraschend Werner Hoyer, der momentan noch Mitglied der FW-Fraktion im Marktrat ist. Wie es von den FW-Verantwortlichen hieß, wäre ihm ein Listenplatz angeboten worden. Doch Hoyer habe nicht Parteimitglied werden wollen, was Bedingung gewesen wäre. Dass sich die Liste auf acht Kandidaten beschränkt, interpretieren die Freie Wähler als „qualitative Stärke“. Laut Forstner hat man bewusst auf „Lückenfüller“ verzichtet und den Fokus auf inhaltliche Schwerpunkte gelegt. Auch Frauen habe man zwecks einer möglichen Kandidatur gezielt angesprochen – allerdings ohne Erfolg.

Mit Ausnahme von Ersatzkandidatin Claudia Völk ist auf der FW-Liste nur das männliche Geschlecht vertreten. Die Altersstruktur der Bewerber für den neuen Marktgemeinderat liegt zwischen 29 (Moritz Hummig) und 65 Jahren (Walter Schwinghammer). Forstners Versprechen an den FW-Spitzenkandidaten: „Wir ziehen mit Dir an einem Strang und legen den orangenen Faden über Peißenberg.“

jep

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