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Bei einem Skater-Contest zeigten die Teilnehmer ihr Können
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Die Stimmung war gut unter den Festival-Besuchern. 
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Mit dem Auftritt von Jamaram endete das Festival. 
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Drei Bands hatten ihren Auftritt beim Band-Wettbewerb gewonnen. 
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Lichtspiele in der Dämmerung. 
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Bei einer Azubi-Meile konnten sich die Besucher informieren.
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Trotz der Hitze hatten die Besucher ihren Spaß. 
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Zahlreiche Bands waren beim Festival zu hören. 

Premiere auf dem Festplatz in Peißenberg

Cooler hAMMERsound bei brütender Hitze

Tolle Premiere bei sommerlicher Hitze mit rund 3000 Besuchern, die friedlich den Ferienbeginn feierten. Das hAMMERsound-Festival der kommunalen Jugendarbeit des Landratsamts in Zusammenarbeit mit den Jugendzentren und Kreisjugendring war ein voller Erfolg.

Peißenberg Taschenkontrolle und Bändchenausgabe am Einlass – auf den ersten Blick ging es zu, wie bei jedem Festival. Mit einem entscheidenden Unterschied. Das hAMMERsound Festival kostete, weil durch Sponsoren und den Landkreis finanziert keinen Eintritt. Fest steht jetzt schon, dass das erste nicht das letzte hAMMERsound Festival war. Es soll wieder eines geben.

Um 13 Uhr begann das Festival bei glühender Hitze. Um 15 Uhr waren es 600 Festivalbesucher, um 16 Uhr doppelt so viele. Erst zu den Top-Acts The Prosecution und Jamaram strömten die Besucher. Die ersten Bands, die Gewinner der vorausgegangenen Bandcontests, Under Attic, The Compromise Show und Roadstring Army hatten es dementsprechend schwer, obwohl sie abwechslungsreichen Sound mit enormem Schwung boten.

Das hAMMERsound-Festival bot nicht nur Musik, sondern auch jede Menge Vergnügungen und Infos anderer Art. Helden ganz anderer Art konnten zum Beispiel beim Skatecontest glänzen. Scooter- und Skateboardfahrer zeigten atemberaubende Tricks und konnten mit Glück einen Preis gewinnen. Der wurde nach Applaus vergeben.

Auf der AZUBI-Meile präsentierten Firmen aus der Region ihre Ausbildungsberufe und hatten sich jede Menge an Unterhaltung einfallen lassen. Am Stand von Roche, neben dem Gewinnsparverein der Sparda-Bank München und Seitwerk Hauptsponsor, konnten sich Jugendliche mit Ausbildungsleiter Christian Zachenhuber am Kicker duellieren. „Um unsere 100 Ausbildungsplätze pro Jahr zu besetzen, müssen wir schon etwas tun. Die laufen uns nicht die Tür ein“, meinte er.

Interessenten konnten ihre Anschrift auf einem Kuvert hinterlassen und werden persönlich zum Tag der offenen Tür eingeladen. Dass Azubis immer mehr zur Mangelware werden, bestätigten auch Daniela Neubauer und Gehard Weyrich, die für Aerotech und Zarges vor Ort waren. Lediglich Julia Kögl, die für das Caritas Seniorenzentrum und die ökumenische Sozialstation Pflegeberufe vorstellte, machte in diesem Jahr eine größere Nachfrage als im Vorjahr aus.

Gewinn- und Geschicklichkeitsspiele, Fotoboxen, Infos direkt von Auszubildenden oder Virtual Reality Brille, mittels derer Besucher einen Blick in die Ausbildungswerkstatt werfen konnten – die Angebote an den Ständen wurden gerne angenommen. Vor allem, wenn es Sonnenhüte, coole Sonnenbrillen oder Stoff-Rucksäcke zu gewinnen gab.

Ein ambitioniertes Projekt, das noch bei diversen Events und in Straßenaktionen fortgeführt werden soll, steuerte der Kreisjugendring zusammen mit dem Kreisjugendring Ostallgäu zum hAMMERsound-Festival bei. Junge Menschen sollen zu politischer Beteiligung, an der Teilnahme bei der im Vorfeld der Landtagswahlen stattfindenden U18-Wahl und vor allem zum Urnengang bei künftigen Wahlen animiert werden. Hierzu hatte der KJR alle im Landkreis vertretenden Parteien um kurze Statements zu 12 Fragen gebeten.

Am Laptop konnten Teilnehmer die anonymisierten Antworten lesen und abstimmen, welch am ehesten ihre Ansichten trifft. „Wir wollten bewusst keinen Wahlomat daraus machen“, erläuterte Geschäftsführer Herbert Haseitl. Deshalb gab es für die 75 Teilnehmer, die eine knappe Viertelstunde investierten, um die zum Teil ausufernden Antworten zu studieren und zu beurteilen, lediglich ein Diagramm, aus dem die Zustimmungszahlen zu den einzelnen Positionen ersichtlich waren.

Die Ostallgäuer waren mit einem Kleinbus mit Mini-Filmstudio vor Ort. Jugendliche konnten Botschaften aufnehmen lassen, die an Abgeordnete weitergeleitet und auf facebook veröffentlicht werden sollen. Ähnlich funktionierte die Fotobox, wo Besucher Bild-Botschaften an die Politik gestalten konnten. „Grundtenor bei den Teilnehmern war, dass es schwierig ist, sich zu beteiligen und dass politische Umsetzungen, zum Beispiel bei einem von Jugendlichen gewünschten Soccer-Platz viel zu lange dauern“, stellte KJR-Vorsitzende Katrin Jungmeier fest. Aber auch Wahlalter ab 16 und Digitalisierung waren gefragte Themen. Ebenfalls werden noch Jugendreporter gesucht, die bei Straßenaktionen die Stimmung unter Jugendlichen auffangen, die an die Politik weitergeleitet werden soll. Interessenten können sich in der KJR-Geschäftsstelle melden.

Die Band Checkstes 5 sorgte mit ihrem progressiven Mix aus dicken Beats, tighten Rhymes und Soul dafür, dasas es noch heißer auf dem Festplatz wurde. Nur gut, dass die Veranstalter an alles gedacht hatten und mit einem Wasserschlauch in die Menge für Abkühlung sorgten.

Auch Tausendsassa „Roger Reckless“ versprühte mitreißende Energie und begeisterte mit Freestyle Hiphop. Bei den Punkrockern The Prosecution kam die Headbanger und Pogo-Fraktion endlich voll auf ihre Kosten. Als die sympathische Münchener Band Jamaram schließlich die Bühne betrat, war der Festplatz gut gefüllt und auch das Durchschnittsalter im Publikum erheblich gestiegen. Mit unbändiger Spielfreude und beachtlicher Kondition agierten die Musiker auf der Bühne und heizten dem Publikum, das begeistert mitging, mit ihrem unkonventionellen, typischen Jamaram Style mächtig ein. Dazu gehörte auch eine abschließende Drum-Session mitten im Publikum.

„Am Ende war’s echt geil“, schwärmte Sina Boujdaa und Emma Jäger und trafen damit die Stimmung des Publikums, das mit glücklichen Gesichtern den Heimweg antrat. Die Mühen von rund 80 ehrenamtlichen Helfern, die nicht nur am Festivaltag, sondern auch davor und danach fleißig schufteten, haben sich gelohnt. hAMMersound-einfach „saucool“, wie ein Besucher aus Weilheim seine Eindrücke auf den Punkt brachte.

Ursula Fröhlich 

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