Einen direkten Aufruf zu Gewalttaten gegen die Bundesregierung soll Regina Schropp auf Facebook gepostet haben.
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Einen direkten Aufruf zu Gewalttaten gegen die Bundesregierung soll Regina Schropp auf Facebook gepostet haben.

Direkter Aufruf sorgt für Eklat

Hassausbruch auf Facebook: Kreisrätin ruft zur Gewalt an Bundesregierung auf - „einsperren in Buchenwald“

  • Sebastian Tauchnitz
    VonSebastian Tauchnitz
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Die parteilose Kreisrätin Regina Schropp (Peißenberg) hat in einem Facebook-Posting gefordert, die Bundesregierung müsse „gefangen und eingesperrt“ werden.

Landkreis - Die parteilose Kreisrätin Regina Schropp (Peißenberg) sorgt wieder für Wirbel. Verschiedene Quellen berichten, dass sie in einem Posting auf Facebook gefordert hat, die Bundesregierung müsse „gefangen und eingesperrt“ werden.Am Besten in einem Erdloch oder Buchenwald“. „Buchenwald“ bezieht sich auf das Konzentrationslager Buchenwald bei Weimar, in dem während der Nazizeit 266 000 Menschen interniert waren. Etwa 56 000 Menschen starben, bevor das Lager im April 1945 von alliierten Truppen befreit wurde.

Mit diesem Screenshot will Regina Schropp ihre Unschuld beweisen.

Schropp war von der Bayernpartei zur AfD gewechselt, hatte diese aber vor einigen Monaten aus privaten Gründen wieder verlassen. Seitdem tritt sie immer wieder in Zusammenhang mit der „Querdenker“-Bewegung im Landkreis auf. Die offensichtliche Anfeindungen der Bundesregierung beziehen sich auf den noch immer anhaltenden Lockdown in Deutschland, sowie die weitere Verschärfung der Corona-Maßnahmen, deren Ende die Querdenker-Bewegung fordert.

Peißenberg: Facebook sperrt Kreisrätin Schropp nach Hass-Post gegen Bundesregierung

Die Entrüstung über das Posting Schropps, das zwischenzeitlich nicht mehr verfügbar ist, von dem aber datierte Bildschirmfotos existieren, ist groß: „Ich habe umgehend Anzeige erstattet“, berichtet der Landtagsabgeordnete Andreas Krahl (Grüne) auf Facebook. Weiter schreibt er: „Ich bin nicht bereit, mich an solchen Dreck zu gewöhnen und ich bin nicht bereit, wegzusehen. Ihre Haltung, ihre Äußerungen und ihre Hetze widern mich an, Frau Schropp. Sie sind keines Mandats würdig.“ Regina Schropp bestritt gestern auf Nachfrage der Heimatzeitung, derartiges auf Facebook gepostet zu haben. Als Beweis schickte sie eine Aufstellung, wonach sie derzeit auf Facebook wegen verschiedener Vergehen gesperrt sei.

Wegen Corona-Lockdown: Kreisrätin Regina Schropp hatet gegen Bundesregierung

Aus ihrer Aufstellung geht hervor, dass sie am 19. Dezember wegen eines, wie sie selbst einräumt, „fremdenfeindlichen“ Postings gesperrt wurde. Diese Sperre endete allerdings am 19. Januar, wo das derzeit umstrittene Posting erfolgte. Die Indizien sprechen also dafür, dass Schropp das Posting verfasste und anschließend dafür erneut von Facebook gesperrt wurde.

Schropp hatte im letzten Jahr bereits für einen enormen Eklat im Kreistag gesorgt,indem sie der Verwaltung eine Schmäh-Email mit heftigem Inhalt sendete.

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