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Der „Corona-Papst“ Rießenberger bleibt im Amt

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Von: Roland Halmel

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Neuer Vorstand, fast in alter Besetzung: Auch Präsident Stefan Rießenberger (vorne, Mitte) wurde wiedergewählt.
Neuer Vorstand, fast in alter Besetzung: Auch Präsident Stefan Rießenberger (vorne, Mitte) wurde wiedergewählt. © Halmel

Bei der Hauptversammlung des TSV Peißenberg wurde die Führungsmannschaft um Präsident Stefan Rießenberger fast unverändert im Amt bestätigt. Bei aller Beständigkeit gibt es ambitionierte Zukunftspläne.

Peißenberg – Keine einfache Zeit liegt hinter dem TSV Peißenberg. „Seit März letzten Jahres gab es nur ein Thema und zwar Corona“, machte Präsident Stefan Rießenberger zu Beginn der Hauptversammlung des Vereins in der Glück-Auf-Halle deutlich. „Jetzt können wir endlich wieder unserem Hobby, dem Sport, nachgehen, aber nichts ist mehr so wie früher.“

Die Halle hatte sich der Sportverein, wie schon zuvor bei den Versammlungen der Sparten „Eishockey“ und „Fußball“ als Versammlungsort ausgesucht, weil dort die Umsetzung der Corona-Vorgaben am besten möglich ist. Und das klappte beim TSV bisher auch sehr gut, wie Rießenberger lobte: „Alle die hier sitzen haben dazu beigetragen die Hygiene-Konzepte und Vorschriften hervorragend umzusetzen,“ erklärte der TSV-Präsident, dessen persönlicher Einsatz in dieser Frage ihm den Ruf als „Corona-Papst“ einbrachte, wie er mit einem Schmunzeln anmerkte.

In seinem Bericht ging Rießenberger aber auch auf die vielen Dinge ein, die beim TSV trotz der Einschränkungen seit der letzten Versammlung 2019 gemacht wurden: Die Geschäftsstelle zog um, die Eishalle bekam eine neue LED-Beleuchtung und mit „Rollkunstlauf“ und „Pferdesport“ kamen zwei neue Abteilungen zur TSV-Familie.

Als nächstes Großprojekt stehen die Umkleiden an der Eishalle an, auf die Bürgermeister Frank Zellner bei seinem Grußwort ausführlich einging: „Wir haben schon konkrete Vorstellungen über die Pläne.“ Deren Umsetzung ist aber unter anderem wegen der Probleme in der Baubranche schwierig. „Wir müssen bis 2025 fertig sein, das verlangt die Förderung, aber wir wollen es früher schaffen“, so Zellner. Wenn der fertige Plan vorliegt, will Rießenberger die TSV-Delegierten bei einer Sondersitzung darüber informieren.

Mit einer schon vorhandenen Sportstätte befassten sich im Anschluss die 54 Vereinsdelegierten, die unter den 90 Anwesenden waren, bei der Abstimmung über die Verlängerung des Erbpachtvertrags mit der Gemeinde über das Grundstück auf dem die Eishalle steht. Ohne Gegenstimme erfolgte die Zustimmung, den Vertrag, bei dem der TSV keinen Erbpachtzins zahlen muss, für weitere 50 Jahre bis 2071 zu verlängern. „Der ursprüngliche Pachtvertrag von 1971 hatte nur wenige Seiten, jetzt umfasst er 24“, erklärte Vereinsjustitiar Martin Trautmann.

Beim anschließenden Kassenbericht sprach Schatzmeister Uli Ingenfeld von schwindelerregenden Zahlen, „weil wir 2019 und 2020 zusammengefasst haben“, so Ingenfeld. Nachdem der Hauptverein 2018 noch aufgrund einer hohen Steuernachforderung ein Minus von 60 000 Euro machte, gab es im Folgejahr ein Plus von 38 000 Euro. „Unter anderem weil wir gegen die Nachforderung Einspruch einlegten und einen Großteil zurückbekamen“, führte Ingenfeld aus. „Der Ergebnis für 2020 liegt noch nicht vor“, ergänzte der Schatzmeister, der bei den Mitgliederzahlen nicht ganz unerwartet einen Rückgang von 2394 (2019) auf aktuell 2187 vermeldete.

Bei den Wahlen bekam die bisherige Vorstandschaft, die fast komplett erneut kandidierte, einhellig das Vertrauen ausgesprochen. Die Führungsmannschaft besteht damit weiterhin aus Rießenberger, seinem Stellvertreter Markus Heidler sowie Schatzmeister Ingenfeld. Ebenfalls wiedergewählt wurden Manfred Fichtner (technischer Leiter und zweiter Schatzmeister), Jürgen Hubl (zweiter technischer Leiter), Elisabeth Kühler (Jugendleiterin), Sabine Osenberg (zweite Jugendleiterin), Annette Halbritter (Frauenvertreterin und Gleichstellungsbeauftragte) und Rudi Mach (Beisitzer). Neu in die TSV-Führung rückten Fabian Schmähling (Kassier, Schriftführer und Verantwortlicher neue Medien) sowie Alexander Muschiol (Manager Vereinsentwicklung).

Zum Versammlungsabschluss verriet Rießenberger noch seinen Wunschzettel, auf dem unter anderem Flutlicht am Sportplatz auf der neuen Bergehalde, das Pflastern des Stockschützenplatzes, ein Beachhandball/-soccerplatz, ein kleiner Kunstrasenplatz und die Erweiterung des Besprechungsraums am Fußballplatz steht. „Das sind die groben Sachen, die wir planen“, schloss der wiedergewählte Präsident.

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