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So ähnlich wie dieser soll auch der „Pumptrack“ in Peißenberg aussehen.

Gestaltung der Alten Bergehalde in Peißenberg

Designwettbewerb für „Pumptrack“?

  • Bernhard Jepsen
    vonBernhard Jepsen
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Er soll die Attraktion auf der der Alten Bergehalde werden und heuer in die Umsetzungsphase gehen: Der vor allem von den BMX-Fahrern des Peißenberger Motorsportclubs (MC) gewünschte „Pumptrack“. Die Marktgemeinde plant nun, die Architektur und Linienführung in einem Designwettbewerb zu klären.

Peißenberg – Die Alte Bergehalde soll bekanntlich in den nächsten Jahren zu einem attraktiven Freizeitgelände ausgebaut werden. Auf der Prioritätenliste ganz oben stehen die Schaffung eines behindertengerechten Zugangs im nördlichen Geländeteil und der Bau eines „Pumptracks“ auf der Wiese neben dem Verkehrsübungsplatz. Bei der Zuwegung haben die Vorplanungen begonnen, unter anderem wurde die Geländekante südlich der Bücherei vermessen. Und auch beim „Pumptrack“ geht es voran. Wie Rathausmitarbeiterin Sonja Mayer in der jüngsten Bauausschusssitzung erläuterte, hat es bereits mit der Regierung von Oberbayern Gespräche gegeben, wie man den „Pumptrack“ in die Städtebauförderung eingliedern könnte. Demnach wird von der Regierung empfohlen, einen Designwettbewerb zu organisieren, in dessen Rahmen Fachfirmen – laut Mayer gibt es nur drei – nach einem festgelegten Kriterienkatalog kostengedeckelte Planungs- und Ausführungsvorschläge unterbreiten. Bewertungskriterien sollen laut Mayer Wirtschaftlichkeit, Funktion und Gestaltung sein: „Es soll eine Anlage sein, die für viele Nutzer interessant ist – also sowohl für Anfänger als auch Könner.“ Entscheiden über das beste Design würde eine Jury, in der unter anderem als potenzielle Nutzer auch MC-Leute vertreten sein sollen.

Soweit der Vorschlag der Verwaltung, über den am Mittwoch im Marktrat abgestimmt werden soll. Nach der Resonanz im vorberatenden Ausschuss dürfte das Gremium für den Designwettbewerb stimmen. In der Ausschussdebatte äußerte sich nur Jürgen Forstner (Freie Wähler) kritisch. Er bezeichnete das anvisierte Prozedere als „unnötig kompliziert“. Der „richtige Weg“ wäre stattdessen, Kontakt mit Kommunen aufzunehmen, die bereits einen Pumptrack haben („In Füssen steht doch schon einer“), sowie mit MC-Vertretern die Planung abzusprechen. „Dann holt man sich Angebote von Firmen und der wirtschaftlichste Anbieter baut die Anlage. Fertig“, argumentierte Forstner. Bei einem Wettbewerb sei man letztlich an den Sieger gebunden. Auch sei es fraglich, ob der Designwettbewerb – so wie von Mayer behauptet – die Ausschreibung ersetzen würde. Bürgermeister Frank Zellner verteidigte den Designwettbewerb. Der „normale Weg“ wäre zwar, eine Ausschreibung mit klarem Leistungsverzeichnis zu starten – allerdings: „Wir wissen ja nicht, wie ein Pumptrack konkret ausgestaltet sein muss, damit er für die Sportler Sinn macht.“ Deshalb sollten Vorschläge von den Firmen eingeholt werden. „Es gibt nicht den Standard-Pumptrack, sondern verschiedene Designs“, ergänzte Mayer. In der Frage des Procederes, so entgegnete sie Forstner, sei man gar nicht so weit auseinander: „Es geht darum, wie wir an die richtige Firma kommen.“ Auch Robert Pickert (Peißenberger Liste; „Ich finde das gar nicht so schlecht. Wenn man die BMX-Fahrer mit ins Boot holt, erhöht das die Akzeptanz“) und Stefan Rießenberger (Bürgervereinigung) warben für den Designwettbewerb: „Der Pumptrack sollte perfekt geplant und ein Aushängeschild für Peißenberg werden“.

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