Auf dem Unteren Parkplatz steht der Parkscheinautomat bereits, er ist aber noch nicht angeschlossen.
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Auf dem Unteren Parkplatz steht der Parkscheinautomat bereits, er ist aber noch nicht angeschlossen.

Die Automaten stehen schon

Auf beliebtem Ausflugsberg ist Parken jetzt kostenpflichtig

  • Kathrin Hauser
    VonKathrin Hauser
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Die Parkplätze auf dem Hohen Peißenberg waren bislang die einzigen weit und breit, die zwar stark frequentiert aber dennoch kostenlos waren. Das hat sich auf dem Oberen Parkplatz bereits geändert und auf dem Unteren kostet das Parken demnächst auch.

Hohenpeißenberg – Nachdem im Juni bekannt gemacht worden war, dass das Parken auf beiden Parkplätzen auf dem Hohen Peißenberg künftig gebührenpflichtig sein soll, stehen nun bereits die Parkscheinautomaten. Der Automat auf dem Oberen Parkplatz funktioniert schon, wie der Eigentümer des Parkplatzes, der Wirt der Gaststätte „Bayerischer Rigi“, Michael Fischer, sagt: „Der Parkscheinautomat ist schon probeweise in Betrieb.“ Bislang habe es noch keine missbilligenden Rückmeldungen dazu gegeben. Der Wirt führt das darauf zurück, dass er nicht zu viel verlangt. „Es sind sehr günstige Preise im Vergleich zu anderen.“ Das Drei-Stunden-Ticket kostet zwei, das Tagesticket vier Euro auf dem Oberen Parkplatz. Wer im „Bayerischen Rigi“ einkehrt, zahlt die Hälfte.

Der Obere Parkplatz ist heuer neu asphaltiert worden, die Kosten dafür waren hoch wie Fischer sagt: „Wir haben sehr viel investiert. Die Kosten gehen in den sechsstelligen Bereich.“ Vor allem aus diesem Grund habe er sich dazu entschlossen, auf seinen Parkplätzen auf dem Hohen Peißenberg Gebühren zu verlangen.

Bergstraße wird zur Rennstrecke

Zudem wollte er erreichen, dass nur noch die Auto- und Motorradfahrer und Ausflügler auf den Oberen Parkplatz auf dem Berg gelangen, denen das Parken dort die zwei oder vier Euro auch wert ist. Seit Beginn der Corona-Pandemie strömen noch viel mehr Gäste auf den Hohen Peißenberg als zuvor. Viele kommen zu Fuß und auf Fahrrädern, die meisten fahren mit Fahrzeugen auf den Berg. Vor allem nachts wird die Bergstraße regelmäßig zur Rennstrecke. Die, die oben auf dem Berg leben, leiden zunehmend unter dem Verkehrslärm, der die nächtliche Ruhe stört. „Das war in letzter Zeit unangenehm“, sagt Fischer, der auf dem Hohen Peißenberg lebt. Um den nächtlichen Trubel ein wenig einzuschränken, soll auf dem Oberen Parkplatz künftig zwischen 23 und 6 Uhr ein Parkverbot herrschen.

Demnächst müssen auch die, die auf dem Unteren Parkplatz stehen wollen, einen Parkschein am Automaten lösen. „Da warte ich noch ein bissl“, sagt Fischer, der auch Eigentümer dieses Parkplatzes ist. Für die Hälfte der Fläche hat die Gemeinde Hohenpeißenberg allerdings eine Dienstbarkeit darüber, dass diese als öffentliche Parkfläche genutzt werden darf. Diese Parkgebühr betrifft voraussichtlich vor allem Wohnmobil- und Campingbusfahrer, die von Nah und Fern auf den Hohen Peißenberg kommen, um dort kurz oder etwas länger die Aussicht zu genießen oder eine Nacht zu verbringen. Manche bleiben auch länger.

Firma wird Parkverhalten überwachen

Für den Unteren Parkplatz gelten die gleichen Preise wie für den Oberen, zudem gibt es dort die Möglichkeit, für 15 Euro ein Ganztagesticket zu lösen. Da die Gemeinde Hohenpeißenberg für die Infrastruktur auf dem Hohen Peißenberg sorgt, wird diese zur Hälfte an den Einnahmen aus den Parkgebühren beteiligt. Familie Fischer plant, eine Firma damit zu beauftragen, die überwacht, ob die entsprechende Parkgebühr auch ordnungsgemäß bezahlt wurde.

Damit die Einheimischen nicht so stark durch die Gebühr belastet werden, soll es demnächst ein Jahresticket für zehn Euro für sie geben. Das soll laut Fischer dann das gesamte kommende Jahr gelten.

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