Drei Fläschchen des Corona-Impfstoffs Moderna im neu eröffneten Impfzentrum im Velodrom-Stadion
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Der Corona-Impfstoff von Moderna

Welchen Impfstoff erhalten diejenigen, die mit Astrazeneca erstgeimpft wurden?

Die Vorwelle des „Impfstoff-Tsunamis“

  • Sebastian Tauchnitz
    vonSebastian Tauchnitz
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Seit vielen Wochen ist die Rede davon, dass im April ein wahrer „Impfstoff-Tsunami“ über die Region hereinbrechen soll, weil die Liefermengen der Hersteller deutlich ansteigen. Wann ist es denn endlich soweit?

Landkreis - „Von einem ,Tsunami’ würde ich jetzt noch nicht reden. Aber ja, die Liefermengen in dieser Woche sind schon recht ordentlich“, sagte der Leiter des Impfzentrums in Peißenberg, Christian Achmüller, gestern im Gespräch mit der Heimatzeitung. Angekündigt seien für diese Woche 2100 Impfdosen des Herstellers „Biontech“, dazu 900 Dosen „Astrazeneca“ und 700 Dosen „Moderna“. Zieht man die bereits fest verplanten Impfstoffe für die Zweitimpfungen ab, „können in dieser Woche über das Impfzentrum zwischen 1500 und 2000 Erstimpfungen durchgeführt werden“, so Achmüller.

Auch die ersten „Außentermine“ sind bereits fix. Am Samstag, 10. April, soll eine Impfaktion in Böbing durchgeführt werden. Rund 70 Termine könne die Gemeinde dafür vergeben, so der Leiter des Impfzentrums. Am Montag, 12. April, und Dienstag, 13. April, machen die mobilen Teams des Impfzentrums dann Station in Pähl, am Samstag, 17. April, ist ein Termin in Hohenfurch vorgesehen. Für Pähl und Hohenfurch würden jeweils rund 300 Impfdosen bereitstehen.

Die Termine für die Impfaktionen in den Gemeinden vergeben laut Achmüller die Gemeinden selbst. Diese seien aber nicht an das zentrale Impfregister „BayImco“ angebunden und würden sich daher bei der Terminvergabe ausschließlich am Alter der Patienten, nicht aber an möglichen Vorerkrankungen orientieren.

Achmüller berichtete zudem, dass die Hausärzte in dieser Woche richtig mit den Impfungen durchstarten würden. Seines Wissens nach würden die teilnehmenden Hausarztpraxen jeweils 50 Impfdosen des „Biontech“-Vakzins erhalten. Sie sollen in Zukunft allerdings vor allem mit dem Astrazeneca-Präparat versorgt werden, da dieses in absehbarer Zeit nicht mehr in den Impfzentren verabreicht werden soll.

„Wir werden alle, die über 60 Jahre alt sind und eine Erstimpfung mit Astrazeneca erhalten haben, mit einer Zweitimpfung des genannten Herstellers versorgen. Alle, die eine Erstimpfung mit Astrazeneca erhalten haben und jünger als 60 sind, erhalten nach zwölf Wochen eine Zweitimpfung mit einem RNA-Impfstoff, also entweder mit Biontech oder Moderna“, so Achmüller weiter. Derzeit laufe der Aufbau weiterer mobiler Impfteams, die sich vor allem um die Außentermine in den Gemeinden kümmern sollen, so der Leiter des Impfzentrums. Denn für die kommenden Wochen seien noch einmal deutlich größere Impfstofflieferungen avisiert worden. „Wir rechnen damit, dass wir bis zu 600 Impfdosen pro Tag im Impfzentrum und bei Außenterminen verabreichen können“, so Achmüller.

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