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Wie so ein Parcours funktioniert, hat Discgolf-World-Tour-Spieler Benedikt Heiß in Peißenberg schon einmal demonstriert.

Neue Pläne

Discgolf-Parcour jetzt im Kleinformat?

Peißenberg - Wird er nun gebaut, oder wird er nicht gebaut, der umstrittene Discgolf-Parcours auf der Neuen Bergehalde? Nichts Genaues weiß man nicht.

Vor einem Vierteljahr sah es so aus, als ob das hauptsächlich über Spenden finanzierte Projekt ad acta gelegt wird. Die Naturschutzauflagen hatten den Parcoursbauern einen Strich durch die Rechnung respektive durch die Planung gemacht. Drei der insgesamt neun Bahnen, die auf dem südwestlichen Ausläufer der Neuen Bergehalde entstehen sollten, wären über Wiesenflächen mit seltenen Orchideenarten verlaufen. Für Naturschützer ein Unding. Die Discgolfer verloren daraufhin etwas die Lust an dem vom Marktrat abgesegneten Projekt. Sie stellten aufgrund der topografischen Einschränkungen die Attraktivität und die sportliche Herausforderung des Parcours infrage.

Nun allerdings könnte es einen Kompromiss geben – quasi einen „Discgolf-Parcours light“. Letzte Woche jedenfalls fand im Rathaus eine Gesprächsrunde mit Planern, Bauamtsmitarbeiterin Sonja Mayer und Ideengeber Ernst Frohnheiser statt: „Das Projekt ist noch nicht gestorben. Es sieht jetzt wieder positiver aus“, bilanziert der Gemeinderat von CSU/Parteilose die einstündige Konsultation. Demnach soll ein Entwurf erstellt werden, in dem die Bahnen kürzer geplant und ihr Verlauf teilweise neu konzipiert sind. Der Wermutstropfen: Spieltechnisch anspruchsvolle Parcoursbahnen mit bis zu 190 Metern Länge – wie auf dem Weilheimer Gögerl zu finden – würde es auf der Neuen Bergehalde dann nicht geben: „Das wäre mehr ein Anfänger-Parcours“, räumt Frohnheiser ein.

Sonja Mayer spricht auf Nachfrage noch vorsichtig von einem „Zwischenplanungsstand“. Konkretes könne man erst sagen, wenn die Parcoursbauer um den Augsburger Discgolf-World-Tour-Spieler Benedikt Heiß eine detaillierte Umplanung vorlegen würden. Der Aufwand für den Bau der Spielbahnen ließe sich aber sehr wahrscheinlich verringern. Statt aufgekieste Abwurfflächen seien nunmehr einfache Balkenmarkierungen vorgesehen.

Und wie sieht es im Bedarfsfall mit dem Zeitplan aus? Könnte die Freizeitanlage heuer noch gebaut werden? „Keine Ahnung. Dazu kann ich nichts sagen“, will sich Mayer nicht festlegen: „Aus unserer Sicht würde nichts dagegensprechen. Aber das hängt auch von der Witterung ab.“

Bernhard Jepsen

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