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Übergabe der Gaustandarte: Der „Gebirgstrachtenverein Murnau“ übergab die Standarte an den „Trachtenverein Markt Peißenberg“.
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Die Jugend des Trachtenvereins Peißenberg zeigte ihr Können. 
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Ein Festwagen zum Gaufest: Auch der Trachtenverein Peißenberg hatte als Veranstalter einen Wagen gestaltet.
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Der Festzug in Peißenberg war so lang, dass der Abmarsch eine Stunde dauerte. Auch „Edelweiß Oberhausen“ beteiligte sich.
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Schirm marschiert mit: Einige Trachtler suchten unter dem Sonnenschirm Schutz vor der Sonne.
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Prächtiger Festwagen zum gelungenen Fest: Auch die Oberländer Trachtenvereinigung fuhr mit.
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Festtage in Peißenberg

Ein Fest trägt Tracht - und schwitzt

Mit einem „Heimatabend“ begann am Samstagabend das 74. Gaufest der „Oberländer Trachtenvereinigung“. Fast 1000 Gäste waren dazu ins Festzelt auf die Neue Bergehalde gekommen. Höhepunkt war der Festzug am Sonntag mit mehr als 3000 Teilnehmern – trotz brütender Hitze.

Peißenberg – Es war der fulminante Abschluss einer Festwoche, bei der die Peißenberger bewiesen, dass sie feiern können: das 74. Gaufest der Oberländer Trachtenvereinigung am Samstag und Sonntag. Zum großen Festzug am Sonntagnachmittag waren 38 Gruppen gekommen. Ein Dutzend Wagen rollten durch die Straßen der Marktgemeinde. Manche Peißenberger hatten anlässlich der Festwoche zu 100 Jahre Markterhebung ihre Häuser herausgeputzt und mit Fehnen und Bändern geschmückt.

Als er erste Zug gegen 14 Uhr von der Bergehalde abmarschiert war, schlossen sich ein paar Wagen und der zweite Zug an, der sich schon in der Schongauer Straße aufgestellt hatte. Als dieser weg war, stellten sich die am Straßenrand im Schatten wartenden Trachtler zu einem dritten Zug auf und folgten.

Etliche der Gruppen, die oft aus Trommlern, Musikkapelle und Trachtlern bestanden, zählten über 100 Personen. Insgesamt hatten sich trotz der brütenden Hitze mehr als 3000 Mitglieder von Vereinen in den Festzug eingereiht, um durch die Straßen der Marktgemeinde zu ziehen.

Eine volle Stunde dauerte der Abmarsch, und als die letzten um die Kurve an Rigi-Center verschwunden waren, kamen die ersten schon wieder zurück. Das Festzelt mit seinen 3200 Plätzen war nicht zu groß gewählt worden. Es war schon mittags voll belegt.

Begonnen hatte das 74. Gaufest der Oberländer Trachtenvereinigung, das der „Trachtenverein Markt Peißenberg“ organisiert hatte, schon am Samstagabend mit dem „Festabend“. Unter den fast 1000 Gästen im Festzelt auf der Neuen Bergehalde – zumeist Trachtlern – waren auch Besucher aus Peißenbergs französischer Partnergemeinde St.-Brévin-les Pins.

Séverine und ihre Tochter Rozenn, die zusammen mit 30 anderen Bürgern der Gemeinde an der Mündung der Loire in den Atlantik Peißenberg besuchen, haben unter anderem am Samstagabend die Gelegenheit des Gaufests genutzt, um bei ihrem ersten Besuch in der Partnerstadt die bayerische Kultur kennen zu lernen. Ihnen wurde viel geboten.

Die Ansager Michael Tradt und Josef Albrecht führten durch das reichhaltige Programm, in dem fast drei Stunden lang die Vielfalt bodenständiger Kultur gezeigt wurde: Von ruhigen Stücken wie einem Glockenspiel über Blasmusik bis zum Trommelwirbel reichten die musikalischen Darbietungen. Besonders viel Applaus gab es für die Plattlergruppen. Auch der Nachwuchs zeigte sein Können. Die Jugendgruppe des Peißenberger Vereins führte das „Mühlradl“ und den „Ruhpoldinger“ auf.

Mehrfach applaudierten die Gäste, als der Vorsitzende des Peißenberger Knappenvereins Rudi Hochenauer dem Trachtenverein und ganz besonders dessen Vorsitzendem Anton Höck fürs Organisieren des Fests dankte. Ohne das Engagement von Höck wäre die Festwoche nicht so gut gelaufen, so Hochenauer. Auch der Knappenverein habe beim Bayerischen Bergmannstag am ersten Festwochenende von der guten Planung profitiert.

Während des Abends erfolgte auch die feierliche Übergabe der Gaustandarte. Treu des guten alten Brauches verabschiedeten sich die Standarten der „Oberländer Trachtenvereinigung“ und des „Gebirgstrachtenverein Murnau“, indem sie sich vor einander verneigten. Anschließend erfolgte die ebenso gestaltete Begrüßung mit der Standarte des „Trachtenvereins Markt Peißenberg“, der diese jetzt bis zum nächsten Gaufest bei freudigen und traurigen Anlässen mitführen wird.

Alfred Schubert

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