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Symbolfoto.

Eine Meilenstein für Peißenberg

Gibt‘s bald Solarstrom von der Alten Bahn?

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Peißenberg – Die 2013 gegründete Peißenberger Energiegenossenschaft ist schon lange auf der Suche nach einem großen, prestigeträchtigen Projekt. In Kooperation mit den Gemeindewerken könnte es nun endlich klappen: Auf zwei Wiesenflächen am Dornbichlweg sollen zwei PV-Freianlagen mit einer Gesamtfläche von 19 633 Quadratmetern und einer Gesamtleistung von circa 1,5 MWp installiert werden. Die beiden Standorte liegen innerhalb eines 110-Meter-Korridors an der Bahnlinie. Sie würden damit energierechtlich als privilegiert gelten, „das heißt, sie können deutlich rentabler betrieben werden“, so Gemeindewerksleiterin Ingrid Haberl in einem Schreiben an den Markt.

Um unnötige Planungskosten zu vermeiden, reichten das Kommunalunternehmen und die Genossenschaft eine Vorabanfrage bei der Rathausverwaltung ein – und zwar dahingehend, ob für die betreffenden Grundstücke eine Ausweisung im Flächennutzungsplan als „Sondergebiet Solar“ generell vorstellbar und genehmigungsfähig wäre.

Der vorberatende Bauausschuss zeigte sich in seiner jüngsten Sitzung von dem Projekt durchaus angetan: „Es ist schon sinnvoll, wenn wir die Energiewende ernst nehmen“, meinte Bürgermeisterin Manuela Vanni (Peißenberger Liste). Auch Stefan Rießenberger äußerte sich positiv: „Wenn man Richtung Landsberg und Lindau fährt, dann sieht man überall solche Anlagen.“ Interessant wäre die Installation von PV-Freiflächen auch auf Parkplätzen. „Dann stehen die Autos im Winter im Trockenen und im Sommer im Schatten“, argumentierte der Fraktionschef der Bürgervereinigung.

Lediglich Thomas Bader (CSU/Parteilose) senkte den Daumen. „Im Außenbereich habe ich damit schon ein Problem.“ Der Landwirt war dem Vernehmen nach auch gefragt worden, ob er sich PV-Module rund um seinen Hof bei Hohenwart vorstellen könnte. Im Energiekonzept für die Gemeinde wird im Westen Peißenbergs an der Bahnlinie jedenfalls explizit der Bau von PV-Anlagen vorgeschlagen. Doch Bader will seine Flächen ausschließlich landwirtschaftlich nutzen.

Der Grundeigentümer am Dornbichlweg hat hingegen seine grundsätzliche Bereitschaft signalisiert, seine Flächen zu verkaufen oder zu verpachten. Ein kleinerer Teil des ins Visier genommenen Areals gehört der Gemeinde.

Wie Haberl in der Vorabanfrage ausführt, arbeiten die Gemeindewerke – unterstützt von der Energiegenossenschaft – daran, „Peißenberg mittelfristig von der Strombörse ein Stück weit unabhängiger zu machen“. Dies sei erforderlich, um extrem teuer zu beschaffende Stromspitzen auszugleichen und das allgemeine Strompreisniveau stabil zu halten.

Mit Speicherkapazitäten, die von den Gemeindewerken aufgebaut werden sollen, könnten auf der anderen Seite auch produzierte Mehrmengen gesichert werden. Sie müssten dann nicht mehr „zu sehr niedrigen oder gar zu hohen Kosten ins Übertragungsnetz eingespeist werden“. „Das beschriebene Projekt wäre ein wichtiges und signalgebendes Element der Gesamtstrategie und beteiligt die Bürger“, wirbt Haberl für die PV-Freiflächenanlagen.

Bernhard Jepsen

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