Duschen auf die unkonventionelle Art: Spieler der TSV-Eishackler nutzen einfache Gartendusche für die Körperpflege. jep
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Duschen auf die unkonventionelle Art: Spieler der TSV-Eishackler nutzen einfache Gartendusche für die Körperpflege. jep

In Peißenberg: Eishockeyspieler unter der Gartendusche

  • Bernhard Jepsen
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  • Eine unkonventionelle Art zu duschen wird derzeit in Peißenberg praktiziert.
  • Die Duschen in der Eishalle dürfen wegen Corona nur von wenigen Eishockeyspielern genutzt werden
  • Vor der Halle wurden nun Gartenduschen aufgebaut

Es ist eine schwierige Gratwanderung, auf der sich das Präsidium des TSV Peißenberg derzeit in punkto „Corona-Pandemie“ befindet. Einerseits möchte man den Abteilungen einen halbwegs normalen Sportbetrieb ermöglichen. Andererseits muss man auf die Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln achten.

Peißenberg – Denn geht etwas schief, wird man zur Rechenschaft gezogen: „Die Verantwortung macht einen wahnsinnig“, gibt TSV-Präsident Stefan Rießenberger unumwunden zu. Ein großes Problem für die TSV-Verantwortlichen ist, dass nicht alle Sportler einsichtig sind und Verständnis für die Beschränkungen zeigen. „Der Druck ist zum Teil enorm. Viele vergessen, dass das Virus nach wie vor da ist“, beklagt Rießenberger. Vor allem rund um den Eisstadionbetrieb gibt es immer wieder Dissonanzen. Dass anfangs in den Kabinen aufgrund der Corona-Schutzmaßnahmen nicht geduscht werden durfte, sorgte jedenfalls bei dem ein oder anderen Eissportler für Unmut. Inzwischen dürfen die Duschen wieder genutzt werden, allerdings nur mit einer beschränkten Personenzahl. Das wiederum verursacht Wartezeiten.

Der TSV hat deshalb zusammen mit seiner Stadionverwaltung eine unkonventionelle Alternative geschaffen. Im Freien vor den Kabinen wurden zwei Gartenduschen installiert, die mit warmem Wasser gespeist werden. „Das ist Luxus“, betont Rießenberger. Der TSV würde derzeit „am Anschlag arbeiten“, um den Eisstadionbetrieb zu ermöglichen. „Man kann es händeln, es funktioniert“, konstatiert der Vereinschef: „Aber es ist sehr viel Aufwand. Irgendwann geht die Kraft aus.“ Rießenberger hat zusätzlich zu seinem Amt als TSV-Präsident übrigens kurzfristig auch die kommissarische Leitung der Eishockey-Sparte übernehmen müssen. In der Abteilungsleitung gibt es derzeit aufgrund privater Umstände „personelle Engpässe“, wie Rießenberger erklärt. BERNHARD JEPSEN

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