1. Startseite
  2. Lokales
  3. Weilheim
  4. Peißenberg

Erleichterung für Bahnreisende in Peißenberg

Erstellt:

Von: Bernhard Jepsen

Kommentare

Peißenbergs Bürgermeister Frank Zellner hält die Toilettentür bei der Einweihung auf.
Behindertengerecht: Bürgermeister Frank Zellner präsentiert das neue WC am Jugendzentrum „Flöz“. © Jepsen

Die Marktgemeinde Peißenberg hat eine neue, 15.000 Euro teure Toilette am Flöz einrichten lassen. Das dürfte viele Bahnreisende erleichtern.

Peißenberg – „Wie weiht man eigentlich eine Toilette ein?“, fragte Bürgermeister Frank Zellner (CSU) schmunzelnd, als er dem Pressevertreter die neu eingerichtete, öffentliche WC-Anlage am Bürgerhaus respektive dem Jugendzentrum „Flöz“ zeigte.

15 000 Euro hat die Gemeinde in den fünf Quadratmeter großen, behindertengerecht ausgestatteten Toilettenraum investiert. Ein Aufwand, der dringend nötig war: Wer im Bahnhofsbereich schnell mal aufs stille Örtchen musste, dem blieb als Anlaufstelle bisher nur das Rigi-Center und – während der Öffnungszeiten der Gemeindebücherei – das Max-Biller-Haus. Am Bahnhof selber gibt es schon seit ewigen Zeiten keine öffentlichen Toiletten mehr. Schon lange vor dem Verkauf des ehemaligen Bahnhofsstüberls an der Motorradclub „Crazy Devils“ hatte die Bahn die Toiletten dicht gemacht.

Trotz Nachhakens der Gemeinde sah sich die Bahn für die Angelegenheit nicht mehr zuständig. Nun aber gibt es eine Alternative: Die WC-Anlage im „Flöz“ ist vorerst von Montag bis Freitag zwischen 5.30 und 20 Uhr geöffnet. Später soll sie auch am Wochenende zugänglich sein. Aufgrund der Pandemielage muss die Toilette regelmäßig desinfiziert werden. Samstags und sonntags kann das noch nicht gewährleistet werden. Die Gemeinde ist noch auf der Suche nach einem geeigneten Dienstleister. Der Gesundheitsschutz, so betont Zellner, habe absoluten Vorrang.

Ansonsten sei die WC-Anlage die „optimale Lösung“. Zwar habe man auch über ein Toilettenhaus am Moosleitenparkplatz nachgedacht: „Doch das wäre zu teuer geworden.“ Zellners „dringende Bitte“ ist es, dass die Nutzer die WC-Anlage in sauberem Zustand hinterlassen und auf Hygiene achten. Nur dann könne das Angebot dauerhaft aufrecht erhalten werden. Und eigentlich dürfte es ja eine Selbstverständlichkeit sein, dass WC so zu hinterlassen, wie man es vorzufinden wünscht. Wie Zellner am Rande der Toiletten-Einweihung verriet, wird der Bürgerhausteil des Flözes als Trauungsort gewidmet. Das erste Hochzeitspaar hat die Räumlichkeiten bereits gebucht. Zusammen mit Vize-Rathauschef Robert Halbritter (SPD) will Zellner zudem jeden zweiten Donnerstag im Monat eine Bürgermeistersprechstunde im „Flöz“ abhalten. Auch werde das Diakoniedorf Herzogsägmühle ein Beratungsbüro einrichten. Und bezüglich des von Altbürgermeisterin Manuela Vanni (Peißenberger Liste) angeregten „Repair-Cafés“ würde man erste Vorgespräche führen.

Auch interessant

Kommentare