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Der Bauhof rückte zum Baumfällen an der Neuen Bergehalde an.

An der Neuen Bergehalde

Fällaktion: Borkenkäfer-Alarm in Peißenberg

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Große Abholzaktion in Peißenberg: Die Marktgemeinde musste in ihrem Wald an der Neuen Bergehalde rund 40 Fichten fällen. Grund war der Borkenkäfer.

Peißenberg – Der Peißenberger Bauhof musste gleich mehrere Tage zu einem Sondereinsatz ausrücken: Im Hang der Neuen Bergehalde, zwischen Festplatz und Schongauer Straße, hatte sich der gefürchtete Borkenkäfer eingenistet. Rund 40 größere und kleinerer Fichten waren laut Rathaus von „Buchdruckern“ und „Kupferstechern“ befallen. Diese Käfer sind zwar nur etwa zwei bis acht Millimeter lang, „sie richten aber großen Schaden an“, heißt es von der Verwaltung. Bäume, die befallen sind, würden sich in der Regel nicht mehr retten lassen – sie vertrocknen, weil der Käfer den Saftstrom zwischen Wurzel und Krone unterbricht.

Also entschied Försterin Silvia Thien, im Weilheimer Amt für Landwirtschaft und Forsten zuständig für Peißenberg, mit dem Bauhof: Die „Käferbäume“ müssen weg. Sonst drohte ein Übergreifen auf noch gesunde Exemplare, wie das Rathaus mitteilt. Drei Tage lang rückten die Bauhofmitarbeiter an. Wegen der Arbeiten kam es zu Verkehrsbehinderungen, weil Peißenbergs Hauptverkehrsader kurzzeitig halbseitig gesperrt und der Verkehr per Ampel gelenkt werden musste.

Die Fällaktion war notwendig, so Sonja Mayer, im Bauamt zuständig für Grünflächen und Gemeindewald. Sie spricht von einer größeren Maßnahe, beruhigt aber: „Der Hang wurde nicht komplett abgeholzt.“ Eine Neupflanzung ist laut Försterin Thien allerdings nicht vorgesehen. Denn in dem Areal stehen noch Laubbäume sowie unter anderem junge Exemplare wie Bergahorn, Eichen und Eschen. „Das wird sich wieder verdichten“, ist sich die Fachfrau sicher. Die gefällten Fichten werden jetzt entrindet und zwischengelagert. Wie sie verwertet werden, entscheidet die Gemeinde in Absprache mit dem Landwirtschaftsamt.

Die Marktgemeinde ist nicht die einzige, die mit dem Borkenkäfer zu kämpfen hat. „Überall ploppt es auf“, sagt die Försterin. „Der Käfer ist da.“ Deutlich zu sehen an befallenen Bäumen, deren Nadeln sich rot verfärben. Die aktuelle Witterung spielt dem Schädling in die Hände: Zum einen schwärmt er gern aus, zum anderen schwächt das anhaltend warme und trockene Wetter die Bäume. Auch können natürliche Feinde wie Vögel und Schlupfwespen die hohe Population des Schädlings nicht mehr wirksam reduzieren – bei derart günstigen Bedingungen vermehrt sich der Käfer massenhaft.

Die Überwachung und Bekämpfung des kleinen Vielfraßes gehört zu den gesetzlichen Pflichten eines Waldbesitzers. Käferbefall gibt es in Peißenberg immer wieder, sagt Bauamtsmitarbeiterin Mayer. Meist treffe es Einzelstellen, teilweise auch innerorts. Deshalb wird regelmäßig kontrolliert, bei Bedarf rückt umgehend der Bauhof an. Mayer kennt zwar aktuell keine weiteren Fälle, „aber das kann sich schnell ändern“, ahnt sie. Denn: „Der Käfer schwärmt.“

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