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Schneeschippen in ungewohnter Höhe: Mitarbeiter des Bauhofs und Feuerwehrleute befreiten das Dach der Tiefstollenhalle von der weißen Last.

Feuerwehreinsatz auf der Tiefstollenhalle in Peißenberg

Schneeschaufeln auf den Dächern

Schnee von den Dächern Schaufeln, das war am Wochenende unter anderem in Peißenberg angesagt: Mit den Räumaktionen auf Tiefstollen- und Eishalle sollten Schäden an den Tragwerkskonstruktionen verhindert werden.

Peißenberg – Als am Samstagmorgen kurz nach neun Uhr das neue Drehleiterfahrzeug der Peißenberger Feuerwehr an der Tiefstollenhalle eintraf, piepste bei Gerold Grimm das Handy. „Für die nächsten Tage ist Schneemeldestufe ‘drei‘ angesagt“, verkündete der Bauamtsmitarbeiter – um dann einen tiefen Seufzer loszuwerden: „Na, dann Mahlzeit.“ Dass das Bauamt tags zuvor bei einer Lagebesprechung die Dachräumung der Tiefstollenhalle beschlossen hatte, erwies sich spätestens in diesem Moment als richtig. Die Gemeinde wollte kein Risiko eingehen. 80 Kilogramm pro Quadratmeter, das hatten Untersuchungen ergeben, drückten auf die Dachkonstruktion. Die Volllast war damit zwar noch nicht erreicht, „aber die Sicherheit geht vor“, erklärte Grimm.

Weil die Abflussrohre durch Eisplatten verstopft sind, hätten sich die Schneemassen bei Regen wie ein Schwamm vollgesaugt und wären noch viel schwerer geworden. Die Stahlträgerkonstruktion der Tiefstollenhalle stammt noch vom Ursprungsbauwerk aus alten Bergwerkszeiten. Rund 20 Mann von Bauhof und Feuerwehr schaufelten den Schnee von der Längshalle – gesichert über Gurte und einer Vorrichtung an der Drehleiter. Damit konnte am Abend auch der Schwarz-Weiß-Ball von „Frohsinn 2000“ stattfinden.

Auch für das Dach des Eisstadions bestand Handlungsbedarf: Zwei Drittel der zulässigen Schneelast waren erreicht. Die Halle hat bekanntlich keine Zwischenstützen und damit eine breite Spannweite. „115 Kilo pro Quadratmeter wären die Grenze. Aber dann bringt man den Schnee nicht mehr vom Dach“, erklärte der TSV-Vorsitzende Stefan Rießenberger. Die schlechten Wetterprognosen zwangen wie an der Tiefstollenhalle zum Handeln. Doch was tun? Das Eisstadion ist keine kommunale Liegenschaft. Das heißt, Bauhof und Feuerwehr stehen zunächst nicht als Einsatztrupps parat – unter anderem aus haftungsrechtlichen Gründen. Der TSV heuerte deshalb die Firmen „Ressler“ und „Achleitner“ an, um das Dach zu räumen. Und nach ihrem Einsatz an der Tiefstollenhalle kam dann auch noch die Feuerwehr samt Drehleiterfahrzeug angerückt.

Ein Drittel der Schneelast wurde schließlich vom Stadiondach geschaufelt. „Mehr haben wir nicht runtergebracht. Das Dach ist einfach zu hoch“, so Rießenberger. VON BERNHARD JEPSEN

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