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Dass die "Rigi-Rutsch'n" ein neues Dach bekommt, ist schon mal sicher.

Ideen vorgestellt

"Rigi-Rutsch'n": Flexiblere Öffnungszeiten, höhere Preise

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Peißenberg - Noch sind alles Ideen. Aber die Vorschläge der Projektgruppen, die an der Zukunft der "Rigi-Rutsch'n" arbeiten, werden immer konkreter.

Die Besucherplätze waren alle besetzt. Das ist im Marktgemeinderat Peißenberg derzeit ein untrügliches Zeichen: Das Thema „Rigi-Rutsch’n“ stand auf der Tagesordnung. Zwar wurde noch nichts Konkretes berichtet, zumindest aber bekamen die Anwesenden einen Eindruck davon, wie sich das Bad künftig entwickeln wird.

Denn Günther Forster, Vorstand der Gemeindewerke Peißenberg, und Harald Haug sprachen darüber, was in den Projektgruppen in den vergangenen Wochen überlegt wurde. Haug leitet die Gruppe, die sich mit den betriebswirtschaftlichen Themen auseinandersetzt und damit Ideen erarbeitet, wie die „Rigi-Rutsch’n“ auf finanziell gesündere Füße gestellt werden könnte. „Wir haben da wirklich eine Perle“, sagte Haug – die müsse nun für die Zukunft fit gemacht werden.

Ein wichtiger Punkt dafür sei, die Öffnungszeiten flexibler zu gestalten. Wenn das Wetter nicht mitspielt, könne das Bad auch geschlossen bleiben, sagte Haug, der bis zu seiner Rente bei „Roche“ gearbeitet hat. Auch die Wassertemperatur wurde hinterfragt. „Hierbei ist unser Vorschlag, mit der Temperatur ein bisschen runterzugehen“, sagte Haug. Nicht so weit, dass es unangenehm werde – und nicht in allen Becken. „Aber es muss nicht jedes Becken 25 Grad haben.“ Zudem sei es denkbar, bei wenigen Gästen nur einen Teil der Becken freizugeben und die anderen abgedeckt zu lassen – auch so könne Energie gespart werden. An der Aufteilung der Becken soll sich baulich aber nichts verändern.

Die Projektgruppe hat nicht nur Ideen, um Kosten zu sparen – sie hat sich auch überlegt, wie die Einnahmen gesteigert werden könnten. Zum einen durch Werbung, zum anderen durch höhere Eintrittspreise. Letzteres „wird nicht jeden freuen“, sagte Haug. „Aber wenn die Menschen Freibad und Sauna weiter besuchen wollen, müssen sie bereit sein, höhere Beträge zu zahlen.“ Er betonte, dass diese „sozialverträglich“ bleiben sollen: „Es ist ja ein Familienbad.“ 2015 hatte die Bad- und Sauna-Saisonkarte 190 Euro gekostet, die Familienkarte – die Haug seit seinem Umzug nach Peißenberg 1983 selbst auch nutzt – 310 Euro. Der Verwaltungsrat hatte Ende 2015 bereits eine Erhöhung beschlossen – auf 299 beziehungsweise 499 Euro. Ob die Preise noch weiter steigen, steht noch nicht fest.

Wie hoch sie auch sein werden – „es ist nicht so, dass das Freibad dann kein Defizit mehr macht“, betonte Haug. Es solle lediglich der Deckungsgrad erhöht werden. Der lag 2014 bei 30 Prozent. Die Projektgruppe strebt an, dass künftig 50 Prozent erreicht werden.

Unterdessen arbeiten auch die anderen drei Gruppen eifrig am Konzept, das Forster im August vorgelegt werden soll. Dann wird entschieden, welche Ideen umgesetzt werden. Unter anderem wird über einen Kiosk im derzeitigen Kassenbereich nachgedacht.

Das aber ist Zukunftsmusik. Nur ein Vorhaben wird derzeit konkret angegangen: Das Gebäude bekommt ein neues Dach. Forster hat einen Planer, einen Statiker und einen Bauleitplaner beauftragt. Er hofft, dass der Bau, für den die Sauna drei Wochen geschlossen werden muss, noch heuer über die Bühne gehen kann. Schließlich hat er im Marktrat etwas versprochen: „Bei allen Hindernissen, die aufgetreten sind: Wir werden 2017 öffnen.“ Ein genaues Datum nannte er nicht.

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