Erst impfen lassen und dann auf dem Flohmarkt nach Schnäppchen suchen, das war am Samstag möglich.
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Erst impfen lassen und dann auf dem Flohmarkt nach Schnäppchen suchen, das war am Samstag möglich.

Johanniter spritzen sieben Stunden auf Peißenberger Volksfestplatz gegen Corona

Flohmarkt mit Impfschutz

Zum zweiten Mal fand heuer der Peißenberger Flohmarkt statt. Doch dieses Mal war etwas anders: Die Besucher konnten sich neben dem Shoppen gegen Corona impfen lassen.

Peißenberg – Auf dem Peißenberger Flohmarkt auf dem Volksfestplatz, der am Samstag zum zweiten Mal in diesem Jahr veranstaltet wurde, war erstmals ein für solche Plätze gänzlich untypisches Angebot zu finden. Die Johanniter hatten ein Zelt aufgebaut, in dem sich die Besucher von Dr. Christoph Wittermann gegen Corona impfen lassen konnten. Zwei Impfstoffe standen zu Wahl: „Johnson & Johnson“ und „Biontech“. Letzterer wurde sowohl für die Erst- als auch für die Zweitimpfung verabreicht.

Flohmarkt wurde bewusst als Standort genutzt

Laut Wittermann wurde der Flohmarkt bewusst als Standort und Zeitpunkt für die Impfaktion gewählt, weil „viele Besucher hierher kommen“. Sie konnten sich ohne Voranmeldung impfen lassen. Der Aufwand war laut Wittermann größer als in einer Arztpraxis, vor allem, weil ein Notstromaggregat betrieben werden musste, um den Impfstoff in einer Kühltasche vorrätig zu halten. Die siebenstündige Aktion habe sich aber gelohnt. Zur Halbzeit waren schon zwei Dutzend Personen geimpft worden.

Der Flohmarkt lief laut Organisator Günter Fiebig „sehr gut“. Die Verunsicherung verschwinde, es würden sich wieder mehr Menschen aus dem Haus trauen. Auch das Wetter habe mitgespielt. Es war „schön, aber nicht zu heiß“, sagt er.

Manche extra aus Kaufbeuren und Memmingen zum Flohmarkt angereist

Einer, der relativ weit angereist war, ist Dimi Emanil. Der Kaufbeurer mit 25 Jahren Flohmarkterfahrung schätzt an Peißenberg, dass er hier auch Käufer für handgeschnitzte Holzfiguren findet, die ihm bis zu 100 Euro einbringen.

Auch Rosi Keilhofer verspricht sich viel von Peißenberg. Sie ist aus Kronburg bei Memmingen gekommen, um hier ihre „gesammelten Werke“ zu verkaufen. „Küchenzeug geht immer gut“, stellt sie fest. Zum Aufwand ihrer Recycling-Aktion meint die Schwäbin: „Schaffe muas ma mege, sonst brauch ma ned auf an Flohmarkt gehe.“

Zum Einkaufen gekommen sind Mandy Michel und Astrid Molitor aus Huglfing, weil sie ihre Wohnungen im Retro-Stil der 50er und 60er Jahre einrichten. Dabei werden sie nur auf Flohmärkten fündig, so ihre Erfahrung. (Alfred Schubert)

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