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Die Besucher konnten sich an den  ökologisch angebauten Pflanzen bedienen.

Das Paradies im „Paradieshof“ - wie Besucher in Forst auftanken können

Der „Paradieshof“ in Forst trägt seinen Namen zu Recht. Vor fünf Jahren pachteten Melanie Kleider und Norbert Weimann den ehemaligen Milchviehbetrieb samt großflächiger Wiese drumherum und verwandelten das Ganze – in ein Paradies.

VON REGINA WAHL-GEIGER

Forst – Im Rahmen der Veranstaltung „Sommerlicher Abendgenuß“, zu der das Netzwerk Gartenwinkel-Pfaffenwinkel eingeladen hatte, konnte man neben anderen Privatgärten und Gärtnereien auch den „Paradieshof“ besichtigen.

Melanie Kleider hatte sich für diesen Besuch etwas Besonderes ausgedacht. Neben einer umfangreichen Hofbesichtigung, konnten die angemeldeten Besucher Kräuter und Beeren sammeln, aus denen man dann gemeinsam ein Drei-Gang-Menü zubereiten durfte.

Paradieshof: Mischung aus wildem Garten und Obstplantage

Der „Paradieshof“ ist eine Mischung aus wildem, gemütlichen Garten und einer zwei Hektar großen Obstplantage. Obwohl „Plantage“ hier eigentlich das falsche Wort ist. „Eine Plantage ist eher Monokultur“, erklärte Melanie Kleiber den Besuchern. Mischkultur im sogenannten Agroforst-System, bei dem Obstbäume zwischen Beerensträucher gepflanzt werden, war das Ziel von Melanie Kleider und Norbert Weimann. Und natürlich alles im biologischen Landbau. „Hier wird nicht gespritzt“, sagte Kleider. Weimann düngt erfolgreich mit Mikroorganismen. Und das scheint zu klappen.

Dicke, reife Himbeeren hängen an 250 Sträuchern. Die Brombeeren sind noch nicht ganz reif, und auch Weintrauben gedeihen hier. Ganz unterschiedliche Obstbäume wurden angepflanzt. Von Apfel, hier auch ganz alte Sorten, Birne, Quitte, Zwetschge bis Mirabelle ist alles üppig vorhanden.

Paradieshof: Obstpaten dürfen Obst und Beeren pflücken

Man kann am Jahresanfang durch Einzahlen eines bestimmten Betrages Obstpate werden am „Paradieshof“ und dann die ganze Saison über kräftig seine liebsten Obst- und Beerensorten pflücken. Melanie Kleider verwertet selber auch einen großen Teil der Früchte. Denn zum Paradieshof dazu gehört auch noch ihr Cafe.

Kuchen und Quiches, Säfte, Marmeladen, Brot – solche selbst gemachten Köstlichkeiten bekommt man hier, und kann sich dann in den wunderschönen Garten setzen. Da wachsen Rosen mitten auf dem Rasen oder wilde Blumen unter einem wie abgestorben aussehenden Baum. Die Gruppe hat mit Begeisterung Kräuter gesammelt. Spitzwegerich, Löwenzahn, Schafgarbe.

Es gibt gebratene Brennnesseln, eine Kräutergemüsequiche mit Karotte und Löwenzahn und als Nachspeise eine Beeren-Rotegrütze. Ein Hochgenuss. Ganz nach der Philosophie von Melanie Kleider und Norbert Weimann: Auftanken, Kraft schöpfen, die Seele im herrlichen Garten baumeln lassen.

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