Schnee-Chaos und ärztliche Versorgung: Störungen auf der Stammstrecke

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Soll nach Willen des Kreisausschusses schnell sicherer werden: der Bahnübergang an der Forster Straße. 

Forster Straße in Peißenberg

Bei Bahnübergang soll’s jetzt schnell gehen

Der Landkreis wird sich verstärkt für mehr Verkehrssicherheit am Bahnübergang Forster Straße in Peißenberg einsetzen. Was genau gemacht werden soll, wird noch geklärt.  

Weilheim/Peißenberg – „Was soll ich dazu sagen? Seit Jahren reden wir darüber, aber keiner kommt zu Potte.“ Sichtlich verärgert ergriff Antragsteller Karl-Heinz Grehl (Weilheim), der für die Fraktion der Grünen den Antrag gestellt hatte, das Wort bei der Sitzung des Kreisausschusses in Weilheim. Er forderte eine schnelle Lösung – entweder eine Schranke für den unfallträchtigen Übergang an der Forster Straße in Peißenberg oder eine Verlegung des Übergangs samt neuer Straßenführung in Richtung Bahnunterführung nach Paterzell. Wie berichtet, hatte jüngst die Deutsche Bahn verlauten lassen, dass eine Schranke kommt, allerdings nicht gesagt, wann. Das ist einigen Anwohnern und auch einigen Kreisräten zu unkonkret.

Kreiskämmerer Norbert Merk machte sich bei der Sitzung für eine erneute Verkehrszählung an besagtem Übergang stark. Denn bislang gibt es keine gesetzliche Verpflichtung, an der Straße zum Schlagberg eine Schranke zu errichten, da dort nicht täglich 2500 Fahrzeuge durchfahren – bei der jüngsten Zählung im März waren es rund zehn Prozent weniger. Sollte der Landkreis, der wegen der dort verlaufenden Kreisstraße zuständig ist, eine Schranke oder Ähnliches errichten, müsste er dies allein bezahlen, so Merk.

Ergäbe aber eine erneute Verkehrszählung tatsächlich die geforderten 2500 Fahrzeuge am Tag, würden sich Land/Bund, Bahn und Landkreis die Kosten teilen. Deshalb wolle er diese erst noch abwarten. Der Kreisausschuss hingegen beschloss bei seiner jüngsten Sitzung, die Angelegenheit sofort weiterzuverfolgen und parallel dazu eine erneute Verkehrszählung beim Staatlichen Bauamt zu beantragen, nachdem sich unter anderem Richard Kreuzer (CSU, Penzberg) für diese Lösung ausgesprochen hatte.

Als Alternative zu einer Voll- oder Halbschranke an der Forster Straße käme auch die Verlegung der Straße in Richtung Bahnunterführung nach Paterzell in Frage, dann könnte man diesen Bahnübergang schließen. „Der Königsweg“, so Wolfgang Taffertshofer (BfL, Obersöchering). Diese Variante – wohl die teurere – ist schon einige Zeit im Gespräch, konkrete Planungen hierfür gibt es aber noch nicht.

Falk Sluytermann (SPD, Schongau) erinnerte daran, dass eine Schranke oder eine Straßenverlegung einen weiteren Vorteil hätte. Die Pfaffenwinkelbahn wäre schneller von Weilheim nach Schongau unterwegs. Das sei gerade im Hinblick auf die gewünschte Anbindung des Krankenhauses Schongau ein großer Vorteil.

Einen Ausflug in die Vergangenheit machte Kreisrechnungsprüfer Heinz Hetterich: Er erinnerte daran, dass es schon vor über 15 Jahren Pläne für eine Straßenverlegung gegeben habe, die Marktgemeinde dies aber seinerzeit abgelehnt habe.

Johannes Thoma

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