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Von 2 bis 800 Euro: Franz Garber hat für jeden Geschmack und jeden Geldbeutel etwas im Angebot. Die meisten Schallplatten in seinen Regalen sind aus den 1960er, 1970er und 1980er Jahren. 

Notizen aus der Wirtschaft  

„Schallplatten sind wieder modern“

Peißenberg - Der Peißenberger Franz Garber geht in der „Schlachtplatte“ seinem Hobby nach. Sein Laden öffnet drei Stunden pro Woche.

Schallplatten haben es Franz Garber (50) aus Peißenberg angetan und lassen ihn nicht mehr los. Vor Jahren hat er seine Leidenschaft zum Vinyl wiederentdeckt und nun einen Schallplattenladen in der Marktgemeinde eröffnet – als Hobby, wie er betont. „Schallplatten sind wieder modern und werden verstärkt gekauft. Es ist ein ganz anderes Gefühl, Musik auf Platte zu hören und nicht von der CD oder dem Mp3-Player“, erzählt Garber. In seinem Laden fühlt er sich zurückversetzt in seine Jugend, als er in Plattenläden nach „Schätzen“ suchte.

Seiner Leidenschaft wollte der Familienvater jedoch nicht für sich alleine nachgehen. „Und so bin ich auf die Idee mit dem Schallplattenladen gekommen. Hier können sich Musikbegeisterte treffen, in den Regalen nach Platten wühlen, miteinander ratschen und gemeinsam Musik hören“, sagt er.

Seinen Laden hat der Peißenberger „Schlachtplatte“ genannt, „weil in diesem Haus früher eine Metzgerei war. Dort oben hängt noch der Schlachthaken“, sagt Garber und deutet an die Decke. Originell ist der Name – allerdings sorgte die „Schlachtplatte“ erst kürzlich für Verwirrung. Drei Leute kamen in den kleinen Laden in einem Hinterhof. „Sie haben gefragt, ob sie hier Schlachtplatte essen könnten. Doch dann haben sie recht schnell gemerkt, dass ich hier nichts zum Essen verkaufe“, berichtet der Familienvater. Er ist verheiratet und hat zwei Töchter. Seine Kinder teilen seine Leidenschaft jedoch nicht: „Die hören lieber Musik mit dem Smartphone.“

Hauptberuflich ist Franz Garber als Projektleiter für Haustechnik bei einer Firma im Münchener Raum tätig. Der Laden ist nur ein Hobby: „Ich bin froh, wenn ich durch meine Verkäufe die Miete wieder reinbringe.“ Die „Schlachtplatte“ soll eher ein Treffpunkt für Musiker, Musikfreunde und Vinylsammler sein und erinnert durch die Theke irgendwie an eine Bar. „Eine Schanklizenz habe ich zwar nicht, aber meine Kunden können sich gerne selbst etwas zum Trinken mitnehmen und sich hier zum Ratschen treffen“, sagt er.

Im Angebot hat Franz Garber knapp 2000 Platten – hauptsächlich aus den 1960er, 70er und 80er Jahren. Aber auch aktuelle Platten verkauft er. Der Peißenberger hat zum Beispiel auch das erst kürzlich erschienene Album „Blackstar“ von David Bowie als LP im Angebot. Das Angebot in der „Schlachtplatte“ reicht von Rock über Jazz-Rock bis hin zu Punk-Wave. „Beim Verkaufspreis geht es bei zwei Euro los und reicht bis zu 800 Euro für wertvolle Sammlerstücke“, sagt er. Fünf bis zehn Kunden hat er jede Woche. „Dabei verkaufe ich nicht nur, sondern kaufe auch Platten an.“

Geöffnet

ist jeden Freitag von 16 bis 19 Uhr. Der Laden ist in einem Hinterhof an der Schongauer Straße 43 in Peißenberg zu finden.

Jonas Regauer

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