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Beim Brand der „Rigi-Rutsch’n“ gab’s für die Feuerwehr Peißenberg viel zu tun. Die Kleidungsstücke der Einsatzkräfte durften nicht direkt gewaschen werden – es bestand der Verdacht, dass sie mit Asbest kontaminiert waren. Der Verdacht bestätigte sich nicht.

Freiwillige Feuerwehr Peißenberg

„Das erste Halbjahr war sehr anstrengend“

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Peißenberg – Die Freiwillige Feuerwehr Peißenberg hatte 2016 gut zu tun. „Das erste Halbjahr war sehr anstrengend“, so  der Vorsitzende Philipp Reichhart.

Das Jahr 2016 werden die Aktiven der Freiwilligen Feuerwehr Peißenberg nicht so schnell vergessen. Im Juni hatte Michael Schleich im Gespräch mit der Heimatzeitung bereits gesagt: „Es ist das brutalste Jahr, seit ich Kommandant bin.“ An diesem Eindruck hat sich nichts geändert: Die Feuerwehr brachte es auf 352 Einsätze und hat bei diesen 8083 Stunden geleistet – so viele wie noch nie. „Das erste Halbjahr war sehr anstrengend“, sagt der Vorsitzende, Philipp Reichhart, jetzt im Rückblick. Schon 2015 sei ein intensives Jahr gewesen – damals wurden 148 Einsätze und 1700 Stunden für die Peißenberger verzeichnet.

2016 waren es vor allem der Brand in der „Rigi-Rutsch’n“ und das Hochwasser, die den ehrenamtlichen Rettern zu schaffen machten. Allein wegen des Starkregens in Mai und Juni kamen die Einsätze 35 bis 202 zusammen. Reichhart und Kommandant Michael Schleich brachten es da an zehn Tagen jeweils auf 80 bis 90 Stunden Einsatzzeit.

Auch beim Brand in der „Rigi-Rutsch’n“ im Februar kamen viele Stunden zusammen. Da kämpften die Einsatzkräfte von mittags bis in die Nacht hinein mit den Flammen. Die Kleidung der Atemschutzgeräteträger wurde anschließend eingesammelt. „Es war lange unklar, ob sie kontaminiert ist“, erinnert sich Reichhart. Letztlich fanden sich keine Asbestspuren an den Kleidungsstücken.

Neben den beiden Großereignissen beschäftigten die Feuerwehr noch einige weitere Brände – unter anderem eines Stadels und eines Autos –, mehrere Gasaustritte, Drehleiter-Einsätze und Verkehrsunfälle. Zudem betrieben die Helfer Öffentlichkeitsarbeit, stellten zum Beispiel Kindern ihre Arbeit vor. Auch diese Aktivitäten werden bei den Einsatzzahlen mit eingerechnet. Hinzu kommen obendrein noch Übungen sowie Aus- und Fortbildungen.

Insgesamt hat die Feuerwehr 78 aktive Mitglieder, darunter zwei Frauen, in ihren Reihen. Die Jugendgruppe umfasst 13 männliche und zwei weibliche Mitglieder. Bisher klappe es ganz gut, junge Menschen für die Feuerwehr zu begeistern, sagt Reichhart. Dafür muss aber auch aktiv geworben werden. „Man muss sich bei den Jugendlichen in Erinnerung rufen. Von alleine laufen einem die Leute nicht zu.“

2016 war es aber nicht nur die Feuerwehr, die den Menschen geholfen hat – die Menschen halfen auch der Feuerwehr. Vor allem beim Hochwasser „war die Unterstützung der Menschen sehr, sehr groß“, hebt Reichhart hervor. Es seien Spenden eingegangen, zudem haben die „Crazy Devil’s“ ein Helferfest für die Feuerwehr veranstaltet.

Dass es 2017 wieder zu Hochwasser kommt, hofft die Feuerwehr freilich nicht – vorbereitet ist sie für den Notfall trotzdem. „Wir haben geschaut, dass wir Konzepte erarbeiten, wie wir schnell reagieren können“, sagt Reichhart. Auch haben sich die Einsatzkräfte umgeschaut, „wo man Wasser ableiten kann“.

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