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Daller-Tracht ist im Jahr 2016 aus der ehemaligen Tennishalle in Peißenberg ausgezogen. 

Peißenberg 

„Fun-Arena“ auf 1600 Quadratmetern

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Peißenberg bekommt einen Indoor-Freizeitpark – in der ehemaligen Verkaufs- und Lagerhalle von „Daller-Tracht“ an der Max-Planck-Straße. Der Bauausschuss segnete den Antrag zur Umnutzung in eine „Fun-Arena und Kinderwelt“ einhellig ab.

Gerüchte gab es schon länger, nun ist es offiziell: Die ehemalige „Daller-Tracht“-Halle gegenüber dem Agfa-Betriebsgelände soll zu einem Indoor-Freizeitpark umgebaut werden. Zudem soll im nördlichen Teil des Gebäudes auf knapp 500 Quadratmetern der Johanniter-Rettungsdienst mit zwei Garagen einziehen und eine abgetrennte Spielhalle (119 Quadratmeter) errichtet werden. Den Businessplan für das Projekt „Fun-Arena und Kinderwelt“ hat Andreas Pospiech, ein Investor aus Niedersachsen, eingereicht.

Im Bauausschuss stießen die Pläne einhellig auf Wohlwollen. „Es ist prinzipiell gut, dass man aus der Halle etwas macht“, äußerte sich CSU/Parteilose-Fraktionssprecherin Patricia Punzet, ebenso positiv wie Jürgen Forstner (Bürgervereinigung): „Das ist eine tolle Sache“. Ursprünglich wurde das Gebäude als Tennis- und Squashhalle konzipiert. Doch Tennis gespielt wurde dort schon lange nicht mehr. 2008 erfolgte eine Umnutzung in eine Verkaufs- und Lagerfläche. Nach dem Auszug von „Daller-Tracht“ wurde die leerstehende Halle für längerer Zeit auf einem Immobilienportal angeboten. Ein Käufer fand sich zunächst nicht. Die Gemeinde ist deshalb froh, dass die Halle nun endlich einer neuen Nutzung zugeführt wird.

Kernstück der Planungen des niedersächsischen Investors ist ein circa 1600 Quadratmeter großer Indoor-Freizeitpark mit E-Kartbahn, Balanciervorrichtungen, Rutschparcours, Klettergerüsten, einer Sitzgruppe für Kindergeburtstage, einer geschützten Spielfläche für Kleinkinder, einer Rutschbahn samt Gummibällen und mit einem Selbstbedienungsbereich für mitgebrachte Speisen. Der Betrieb ist auf 190 Personen ausgerichtet. Die baulichen Veränderungen, so war im Ausschuss zu erfahren, sollen sich ausschließlich durch den Einbau von Sanitärräumen in Leichtbauweise ergeben. Ein Wermutstropfen in den Planungen ist allerdings die beabsichtigte Errichtung einer separaten Spielhalle für Erwachsene. Insgesamt sollen zwölf Automaten aufgestellt werden. Die Kombination „Kinderwelt/Spielhalle“ ist nicht gerade optimal. Doch baurechtliche Handhabe hat die Gemeinde in dem Fall nicht. Bürgermeisterin Manuela Vanni sieht die Angelegenheit alles in allem auch „nicht sonderlich problematisch“: „Der Eingang für die Spielhalle ist ja separat. Und der Investor braucht eine Mischfinanzierung“, so die Rathauschefin.

Planungsprobleme gibt es noch hinsichtlich der Parkplätze. Der Investor möchte die Stellplatzfläche südlich des Gebäudes erweitern. Nach Ansicht der Rathausverwaltung wird dadurch der planerische Außenbereich tangiert. Eine abschließende Beurteilung, so hieß es im Bauausschuss, müsse im Rahmen der Prüfungen durch das Landratsamt erfolgen.

Bernhard Jepsen

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