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Baustelle wegen Geh- und Radwegbaus in Peißenberg: Es dauert länger

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Von: Bernhard Jepsen

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Wanderbaustelle an der Schongauer Straße: Jetzt hat die Umgestaltung der Hochlage parallel zur Straße begonnen. Man muss langsam fahren
Wanderbaustelle an der Schongauer Straße: Jetzt hat die Umgestaltung der Hochlage parallel zur Straße begonnen. © jepsen

Seit dem Frühjahr wird an der Schongauer Straße zwischen Rigi-Center und Kaufland an einem kombinierten Geh- und Radweg gebaut. Die Arbeiten kommen eher mäßig voran: „Ich weiß nicht, ob das eine Überraschung ist“, erklärte Bürgermeister Frank Zellner (CSU) in der Bauausschusssitzung. Der Zeitplan kann nicht eingehalten werden.

Peißenberg – Eigentlich sollte Ende September bereits alles fertig sein. Doch nun, so teilte Zellner mit, wird die Baustelle doch etwas länger dauern. „Vermutlich werden wir noch den ganzen Herbst brauchen.“ Grund für die Verzögerungen seien „ungünstige Untergrundverhältnisse“, Probleme bei der Entwässerung und Personalengpässe bei der ausführenden Baufirma.

Einen konkreten Fertigstellungstermin konnte Zellner im Bauausschuss nicht vermelden: „Die Baufirma muss erst noch einen neuen Plan erstellen.“ Derzeit wird der Verkehr an der Baustelle mit einer Ampelschaltung geregelt. Ob selbige weiterhin nötig ist, bleibt laut Zellner abzuwarten. Die Bauarbeiten im Bereich des Max-Biller-Hauses sind inzwischen abgeschlossen. Nun folgt der Bereich an der Hochlage Richtung Kaufland. Inwieweit die Verzögerungen und bautechnischen Probleme Auswirkungen auf den Kostenrahmen haben, ist noch nicht bekannt. Kalkuliert wurde das Projekt mit 1,2 Millionen Euro.

Unumstritten ist der Geh- und Radwegbau nicht. Zu teuer, nicht notwendig – das sind nur einige Meinungen in den sozialen Medien. Dem Vernehmen nach ist auch ein ortsansässiger Spediteur im Rathaus vorstellig geworden. Er hat die Planung der Schleppkurven und Fahrbahnausmaße in Frage gestellt. Lastwagen könnten seiner Meinung nach den Bereich am Max-Biller-Haus kaum passieren.

Zellner bestätigt, dass es Gespräche mit dem Spediteur gegeben hat. „Aus unserer Sicht gibt es keinen Anlass zur Sorge“, erklärt der Rathauschef: „Die Planung sagt, dass es funktioniert.“ Man müsse nun die Erfahrungen aus der Praxis abwarten. Wenn es dabei Schwierigkeiten geben sollte, „dann müssen wir noch mal eine Anpassung vornehmen“, so Zellner. Generell sei es aber Intention gewesen, die Ortsdurchfahrt verkehrstechnisch zu beruhigen und „nicht die ehemalige Bundesstraße in alter Prägung zu erhalten“. Natürlich, so Zellner, müssten die Gewerbetreibenden die Engstellen passieren können: „Aber man muss eben langsamer tun. Das ist das gewollte Ergebnis.“

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