Altlasten im Boden?

Gemeinde kommt glimpflich davon

Peißenberg – Schlummern in den südlich von Oderding zwischen Wörthersbach und Ammer gelegenen Wiesen und Äckern noch Altlasten im Boden – und wenn ja, welche? Mit diesen Fragen werden sich Fachfirmen und Experten  beschäftigen.

Die Marktgemeinde hat auf der Fläche zwischen 1971 und 1977 bekanntlich eine Hausmülldeponie betrieben. Nach den gesetzlichen Vorschriften gilt der Markt damit formaljuristisch als „Handlungsstörer“ (wir berichteten). Die Altlastensanierung der Deponie Oderding könnte im Bedarfsfall teuer werden. Große Sorgen wird sich die Gemeinde aber nicht machen müssen, sie kommt finanziell in jedem Fall glimpflich davon: Wie in der jüngsten Sitzung des Marktrats zu erfahren war, ist der kommunale Eigenanteil auf exakt 126 569,05 Euro begrenzt.

Mit im Boot bei der Altlastensanierung sitzt auch der Landkreis. Selbiger hat ebenfalls in die Deponie eingefüllt und wird sich entsprechend dem anteiligen Müllvolumen (20 Prozent) an den Kosten beteiligen. Für den gemeinsamen Anteil von Gemeinde – die 126 569, 05 Euro entsprechen 80 Prozent – und Landkreis gibt es eine finanzielle Deckelung.

Möglich wird das Kostenlimit durch die Gesellschaft für Altlastensanierung (GAB). Die Einrichtung, bei der das bayerische Umweltministerium sowie der bayerische Städte- und Gemeindetag Gesellschafter sind, unterstützt die Marktgemeinde bei der Erkundung und Sanierung der Altlastenfläche. Und ganz wichtig: Die GAB übernimmt den über den Eigenanteil hinausgehenden Kostenaufwand. Das schafft für die Gemeinde und den Landkreis finanzielle Planungssicherheit und schont die Haushaltskassen. Und wie sieht der Zeitplan für die Altlastensanierung der Deponie Oderding aus? „Da gibt es noch keine konkreten Termine“, antwortete Rathausmitarbeiterin Sonja Mayer auf Anfrage: „Ich denke schon, dass heuer noch etwas passieren wird. Es besteht in der Sache aber kein Zeitdruck.“ Derzeit sei ein Ingenieurbüro damit beauftragt, die Ausschreibungsunterlagen für die Detailuntersuchungen der ehemaligen Deponie vorzubereiten. Außerdem müsse noch mit den Eigentümern der Grundstücke gesprochen werden. Für die Begutachtung, meinte Mayer weiter, müssten auf der Fläche nämlich auch Grundwasserpegel gesetzt werden.

Bernhard Jepsen

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