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Die ausscheidenden Gemeinderäte mit Bürgermeisterin Manuela Vanni (vorne Mitte): (stehend v.l.) Uli Mach, Ernst Frohnheiser, Peter Guffanti, Hans Fischer, Klaus Geldsetzer und Peter Jungwirth sowie (sitzend v.l.) Petra Bauer und Georg Karl. Nicht anwesend waren Stephanie Träger, Werner Haseidl und Werner Hoyer. 

Gemeinderat Peißenberg: Warme Worte zum Abschied

  • Bernhard Jepsen
    vonBernhard Jepsen
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Ehrungszeremonien im feierlichen Rahmen ließ die Corona-Krise nicht zu. Dennoch wurden Bürgermeisterin Manuela Vanni und elf Gemeinderäte in der jüngsten Marktratssitzung gebührend aus ihren Ämtern verabschiedet.

Peißenberg – Bei Abschiedsreden wird oft vieles verklärt und Negatives ausgeklammert. Das war bei der letzten Marktratssitzung der in weiten Teilen ziemlich unharmonisch verlaufenden Wahlperiode „2014 – 2020“ nicht anders. Bürgermeisterin Manuela Vanni (Peißenberger Liste) hielt für die elf ausscheidenden Mandatsträger jeweils eine Laudatio, unter anderem natürlich auch für das dienstälteste Gremiumsmitglied Georg Karl (SPD), der insgesamt 28 Jahre Mandatsträger war und in der Zeit an rund 1000 Sitzungen teilgenommen hat. Das Besondere, wie Vanni in Richtung Karl, dem „König der Bergehalde“, betonte: „Du warst fast immer anwesend“.

Die Rathauschefin wiederum wurde von ihrer Stellvertreterin Sandra Rößle (CSU/Parteilose) mit Lob und Dankesworten verabschiedet. In der Ära „Vanni“, so konstatierte Rößle, seien Projekte „tatkräftig in Gang gesetzt worden – und zwar ziemlich viele“. Rößle nannte unter anderem die Generalsanierung der Mittelschule, die Errichtung des Bürgerhauses respektive Jugendzentrums und den Bau der Tartanbahn im Sportstadion. Vanni habe sich immer um ein gutes Verhältnis zu den übergeordneten Behörden bemüht. Eine „Herzensangelegenheit“ sei ihr stehts die Integration ausländischer Mitbürger gewesen. Vanni sei eine „hervorragende Demokratin“, so Rößle, „die stets nach bestem Wissen und Gewissen gehandelt hat“.

Im Rahmen der internen Zusammenarbeit zwischen den beiden Bürgermeisterinnen habe es zwar mitunter auch „inhaltliche Auseinandersetzungen“ gegeben, „aber wir haben immer einen Kompromiss gefunden“, so Rößle. Nach der Laudatio erhoben sich die Markträte von ihren Plätzen und klatschten Vanni Beifall.

Zwölf Jahre lang führte Vanni die Geschicke im Rathaus. Die scheidende Bürgermeisterin selbst verzichtete auf eine große Abschiedsrede – nur so viel: „Es war mir eine Ehre, dass ich Bürgermeisterin dieser wunderschönen Marktgemeinde sein durfte. Herzlichen Dank für die Zusammenarbeit.“ Und an ihren Nachfolger Frank Zellner (CSU) richtete Vanni noch einen eindringlichen Appell: „Passt mir bitte auf mein Peißenberg auf!“

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