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Auch das Rathaus wäre in den Zehn-Jahres-Plan aufgenommen worden. Der Marktrat war aber gegen ihn. 

Gemeinderat stimmt mit 14:5 Stimmen dagegen

Große Mehrheit gegen CSU-Antrag zum Gebäudemanagement

Das war relativ deutlich: Mit 14:5 Stimmen lehnte der Marktrat in seiner jüngsten Sitzung den von Vize-Rathauschefin Sandra Rößle und ihrer Fraktionskollegin Patricia Punzet im Namen von CSU/Parteilose formulierten Antrag zum kommunalen Gebäudemanagement ab.

Peißenberg – Damit wird die Verwaltung keinen Zehnjahresplan aufstellen, der die Dringlichkeit des Instandsetzungsbedarfs an gemeindlichen Liegenschaften dokumentiert. Bereits im vorberatenden Bauausschuss war der Antrag durchgefallen – unter anderem mit dem Hinweis, dass langfristige Pläne zumeist aus haushaltstechnischen Gründen ohnehin nicht eingehalten werden können und ein Register über den baulichen Zustand aller kommunalen Gebäude bereits besteht. Punzet meldete sich vor der Abstimmung im Marktrat zwar noch einmal zu Wort, doch ihre Argumentation klang eher halbherzig. Punzet berichtete, dass sie sich mit den beiden Mitarbeitern des Facility-Managements getroffen und das „Gebäudehandbuch“ begutachtet habe. Darin würden unter anderem die Ergebnisse der jährlichen Sichtprüfungen an den 23 Kommunalbauten und etwaige Schäden zum Beispiel an Dächern oder Fassaden eingetragen: „Die Mitarbeiter erfüllen das zur vollsten Zufriedenheit“, lobte Punzet – und: „Es ist viel Arbeit, alle 23 Gebäude im Auge zu behalten.“ Der Antrag von CSU/Parteilose habe auf größere Schäden abgezielt und sei keineswegs gestellt worden, um dem Management mehr Arbeit zu machen.

In der schriftlichen Begründung hatten Rößle und Punzet noch moniert, dass in den vergangenen Jahren Instandsetzungsarbeiten an diversen kommunalen Gebäuden „nur unwesentlich durchgeführt“ worden seien. Im Marktrat war von Punzet allerdings diesbezüglich nichts mehr zu hören – vermutlich auch deshalb, weil sich bereits nach der Ausschusssitzung eine breite Front gegen den Antrag abzeichnete.

Zu der gehörte auch CSU/Parteilose-Sprecher Walter Wurzinger, der im Vorfeld inhaltlich nicht in die Ausarbeitung des Antragspapiers eingebunden wurde. Er votierte als einziger Vertreter von CSU/Parteilose gegen den Antrag seiner Fraktionskolleginnen. Sandra Rößle war bei der Ratssitzung aus beruflichen Gründen nicht anwesend.

Bernhard Jepsen

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