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Das „Rigi-Center“ wird das neue Domizil der Peißenberger Gemeindewerke.

Umzug bis 1. 2018

Gemeindewerke ziehen ins „Rigi-Center“

Peißenberg - Schon lange wollen sie aus dem Rathaus ausziehen, jetzt haben die Peißenberger Gemeindewerke eine neue Bleibe gefunden: das „Rigi-Center“. 

Das Kommunalunternehmen (KU) zieht in das zweite Obergeschoss des derzeit noch leer stehenden Westflügels.  Der Mietvertrag mit der Eigentümerfamilie Vollmer wurde vergangene Woche unterschrieben. Der Umzug, so hieß es gestern bei einer Pressekonferenz, soll bis spätestens 1. Januar 2018 über die Bühne gehen.

Die Freude über den Deal ist bei den Vertragsparteien groß: Werkevorstand Günther Forster sprach von einer „tollen Partnerschaft“ und Michaela Vollmer vom „Startschuss für die Wiederbelebung des Westflügels“.

Dass die Gemeindewerke im Rathaus unter akuter Raumnot leiden, ist kein Geheimnis. Bereits 2013 gab es vom früheren KU-Chef Uwe Horn Überlegungen, in den ehemaligen BHS-Büroturm an der Bergwerkstraße umzusiedeln. Doch der Personalrat stellte sich damals quer, die Mitarbeiter wollten die organisatorische Verzahnung mit der Marktverwaltung nicht aufgeben. Nun allerdings gab es keine Alternative mehr – und einen Sinneswandel: „Wir platzen im Rathaus aus allen Nähten. Der Personalrat war auch für den Umzug. Es gab keine Widerstände mehr“, sagte Forster.

Derzeit ist das Kommunalunternehmen samt Kundencenter in acht Büros eingepfercht. Aufgrund der Raumnot musste man sogar den eigentlich geplanten Wiedereinstieg in die kaufmännische Lehrlingsausbildung abblasen. Im „Rigi-Center“ indes stehen den Werken 740 Quadratmeter zur Verfügung. Mit 14 Büros inklusive Tagungs- und Besprechungsräumen soll ein Ambiente entstehen, das dem Kommunalunternehmen einen angemessenen, repräsentativen Auftritt verschafft. „Was uns fehlt, ist die eigene Identität“, weiß Forster: „Im ,Rigi-Center‘ haben wir nun sehr gute Möglichkeiten, eine eigene Marke aufzubauen.“ Am neuen Standort könne man „wesentlich kundenorientierter und auch mit besseren Diskretionsmöglichkeiten arbeiten“. Forster sieht den Umzug darüber hinaus als wichtigen Beitrag zur Stärkung und Belebung der Ortsmitte. Ein Neubau in Eigenregie wäre für die Werke seiner Einschätzung nach schwer zu stemmen gewesen: „Ein langfristiger Mietvertrag ist für uns finanziell wesentlich besser darstellbar.“

Der Kontrakt wurde zunächst auf zehn Jahre abgeschlossen – mit Option auf Verlängerung. Nicht nur für die Werke, sondern auch für die Eigentümerseite bedeutet das Planungssicherheit. Im Sommer noch musste sich das Unternehmer-Ehepaar Michaela und Manfred Vollmer aus Kostengründen von seinen Hotel-Plänen verabschieden. Ein kommunaler Dienstleister wie die Gemeindewerke kommt da als Mietpartner nicht ungelegen. „Das ist ein Signal für die Neugestaltung des Westflügels“, betonte Michaela Vollmer. Auch für das Erdgeschoss würde sich bereits eine Nutzung abzeichnen: „Es laufen derzeit Verhandlungen mit einem regionalen Lebensmittelhändler. Das wäre eine tolle Ergänzung für Peißenberg und würde gut in den Ort reinpassen“, so Vollmer. Um den Lieferverkehr für den Vollsortimenter zu ermöglichen, soll der Parkplatzbereich am Rigi-Center umgestaltet werden. Das fertige Konzept dazu liegt bereits in der Schublade.

Die Arbeiten sollen im Frühjahr beginnen. Unter anderem ist geplant, die enge Kurve am östlichen Gebäudetrakt zu entschärfen. Dafür soll ein Teil des Baches überdeckelt werden. Auch steht eine Erweiterung der Parkfläche in Richtung Osten an.

Unklar ist derweil noch, was mit dem ersten Obergeschoss im Westflügel passiert. Laut Vollmer gibt es zwar „mehrere Interessenten“, aber fix ist noch nichts: „Wir müssen schauen, dass alles zusammenpasst. Der Mietermix muss stimmen.“

Bernhard Jepsen

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