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Freuen sich auf die „Peißenberger Gesundheitswoche“ im Oktober: (v.l.) Frank Zellner, Matthias Reichhart, Karin Hosse (Verwaltungsleitung Bäderpark), Erich Gehrmann, Reinhard Huber und Anne Ertel ( Krankenhaus GmbH).

Peißenberger Gesundheitswoche: „Treffen den Nerv der Zeit“

  • Bernhard Jepsen
    vonBernhard Jepsen
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Das Thema könnte in Corona-Zeiten kaum aktueller sein: Ende Oktober laden acht Kooperationspartner zur „Peißenberger Gesundheitswoche“ ein. Dabei soll das breite Spektrum der Medizin- und Gesundheitsbranche am Ort präsentiert werden. Bei einem „Info-Auftakt“ wurden Details vorgestellt.

Peißenberg – 2011 und 2012 hat es in Peißenberg schon einmal Gesundheitstage gegeben. Die Veranstaltungen wurden damals von der Bürgervereinigung auf ehrenamtlicher Basis mitinitiiert. Seitdem hat sich auf dem heimischen Gesundheitssektor viel getan.

Peißenberg hat zwar sein Krankenhaus verloren, verfügt aber inzwischen unter anderem über zwei Ärztehäuser und das im Gesundheits- und Bäderpark ansässige ambulante „Therapiezentrum PRO (Prävention-Rehabilitation-Oberland)“. Das vielfältige Angebotsspektrum am Ort soll nun zwischen 23. und 30. Oktober einem breiten Publikum vorgestellt werden.

„Es wird ein spannendes Projekt entstehen. Das Programm muss in den nächsten Wochen wachsen und sich entwickeln“, erklärte Matthias Reichhart, der die „Peißenberger Gesundheitswoche“ marketingtechnisch betreut, beim offiziellen „Info-Auftakt“.

Die Bedeutung des Themas „Gesundheit“ sei noch nie so groß gewesen wie in diesen Tagen: „Wir treffen mit der Gesundheitswoche den Nerv der Zeit“, so Reichhart. Mit im Organisationspool vertreten sind die Gemeinde, der TSV Peißenberg, die Krankenhaus-GmbH, die Volkshochschule, das Rigi-Center sowie die Gemeindewerke mit der „Rigi-Rutsch´n“ und das Therapiezentrum „PRO“.

Letzteres will zum Beispiel einen Einblick in die moderne orthopädische Technik geben und zusammen mit der Krankenaus-GmbH als Kooperationspartner über die OP-Robotik informieren – und dann spielt natürlich auch die Pandemie eine Rolle: „Die Corona-Problematik wird uns weiter begleiten. Sie wird künftig ein Teil des Themas ‘Gesundheit‘ sein“, konstatierte „PRO“-Geschäftsführer Reinhard Huber.

Mit der Gesundheitswoche wolle man zeigen, dass man trotz Abstands- und Hygieneregeln solche Veranstaltungen organisieren könne. „Es wird keine Massenansammlungen geben“, ergänzte Reichhart. Die Programmpunkte sollen auf mehrere Locations verteilt werden. Als Auftaktveranstaltung ist am 23. Oktober ein „Tag der offenen Tür“ im Rigi-Center geplant. In dessen Ostflügel sind unter anderem mehrere Ärzte, eine Apotheke, ein Sanitätshaus und eine Physio-Praxis beheimatet.

Teilnehmen bei der Gesundheitswoche mit Vorträgen, Workshops, Sonderaktionen, Schnupperkursen oder Sportangeboten kann laut Reichhart grundsätzlich „jeder“.

Im Fokus stehen neben den bereits genannten Ärzten, Apothekern, Physiotherapeuten auch Heilpraktiker, Fitness-Studios, Yogalehrer sowie Gaststätten und Lebensmittelhändler. „Wir wollen breit aufgestellt sein. Wenn zum Beispiel ein Bäcker gesundes Dinkel-Brot anbietet, kann er das während der Gesundheitswoche präsentieren“, so Reichhart.

„Wir sehen die Gesundheitswoche auch als Wirtschaftsfaktor“, skizzierte Standortförderer Erich Gehrmann die kommerzielle Neben-Intention der Veranstaltung. Aufgerufen zur Teilnahme sind zudem Kindergärten und Schulen, die Peißenberger Vereine sowie öffentliche und kirchliche Einrichtungen. Bei den Gesundheitstagen 2011 entstand zum Beispiel in der Pfarreiengemeinschaft die Idee zum Meditationsweg auf der Neuen Bergehalde. Zur Anbieter-Zielgruppe gehören aber auch Unternehmen, die zeigen wollen, was sie für ihre Mitarbeiter in puncto „Prävention und Gesundheit“ tun.

Ein konkretes Programm hat bereits die Krankenhaus-GmbH entwickelt: Auf der Liste stehen Vorträge aus verschiedenen medizinischen Bereichen, Infos über die Verzahnung von stationärer und ambulanter Pflege sowie Tipps zur gesunden Ernährung und zum Hygieneschutz. Peißenbergs neuer Rathauschef Frank Zellner freut sich bereits auf die Gesundheitswoche: „Wir unterstützen das Projekt von Seiten der Gemeinde nach besten Kräften. Das ist eine ganz tolle Sache.“

Nähere Infos

zur „Peißenberger Gesundheitswoche“ und zu den gestaffelten Teilnahmepaketen gibt es unter www.gesundheit-peissenberg.de.

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