Andrea Jochner-Weiß, Rudi Mach und Christa Probst auf Gut Ammerhof.
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Unter Christa Probsts (r.) Regie wurde auf „Gut Ammerhof“ ein neues Konzept umgesetzt. Mit auf dem Foto sind Landrätin Andrea Jochner-Weiß und Probsts Nachbar Rudi Mach.

Peißenberg

Gut Ammerhof als Anlaufpunkt für „den schönsten Tag im Leben“

  • Bernhard Jepsen
    VonBernhard Jepsen
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Der Berghof in Peißenberg hat eine Jahrhunderte alte Geschichte. Die vergangenen zehn Jahre waren von der Gestaltungskraft Christa Probsts geprägt. Die Unternehmerin hat „Gut Ammerhof“ modernisiert und ausgebaut. Das wurde nun gebührend gefeiert

„Endlich wieder Blasmusik!“ Nein, Andrea Jochner-Weiß konnte ihre Entzugserscheinungen nicht verbergen. Seit dem Neujahrsanblasen hatte sie wegen der Corona-Beschränkungen keiner Blasmusik mehr lauschen können. Umso mehr freute sich die Landrätin, dass bei der Feier zum zehnjährigen Jubiläum von Christa Probsts Wirken auf dem Berghof auch die Peißenberger Knappschaftskapelle eingeladen war. Die Musiker spielten in gebotenem Hygieneabstand traditionelle Stücke – bei weißblauem Himmel und traumhaftem Blick in die Alpenkette. „Eine Stunde hier heroben“, bekannte Jochner-Weiß in ihrer Festrede, „ersetzt einen ganzen Urlaubstag. Es ist ein Paradies.“ Mit „hier heroben“ und „Paradies“ meinte die Landrätin natürlich den Berghof – oder wie Probsts Anwesen nun offiziell heißt: „Gut Ammerhof“. Der Name leitet sich von der Gemarkung Ammerhöfe und der nahegelegenen Ammer ab. „Berghof“ klang der Eigentümerin „ein bisschen zu unromantisch“.

Gut Ammerhof: Eigener Trauungspavillon für Hochzeiten

Zum Hintergrund: „Gut Ammerhof“ ist inzwischen ein Hotspot für Trauungen und Hochzeitsfeiern. Auf dem 4,5 Hektar großen Areal, das landschaftsgärtnerisch schön gestaltet ist, steht sogar ein eigener Trauungspavillon. Für 2021 ist „Gut Ammerhof“, was Hochzeiten anbelangt, bereits komplett ausgebucht. Doch das Anwesen hat noch viel mehr zu bieten. Für Probst und ihren Sohn Anil Shresta-Probst ist es Wohnsitz und Standort ihrer Firma „CP Organisationsberatung GmbH“, einem Outsourcing-Unternehmen für kaufmännische Dienstleistungen. Darüber hinaus wurden die Nebengebäude für Tagungs- und Seminarangebote ausgebaut. Das Motto: Umgeben von Natur und ländlichem Ambiente konferieren und schöpferische Ideen entwickeln. Probst selbst spricht von „Tagungen im Grünen“. Erst vor kurzem hat sie etwas unterhalb des Gutes ein Waldgrundstück hinzugekauft und einen Trimm-dich-Pfad für die Tagungsgäste anlegen lassen.

Ob Probst mit ihrem Sanierungswerk zufrieden ist? „Es ist noch viel besser geworden, als ich gedacht habe. Das hat eine eigene Dynamik entwickelt – und es geht noch weiter“, erklärt die Geschäftsfrau. Als sie vor zehn Jahren das Anwesen gekauft hatte, war von Pracht nicht viel zu sehen. Auch der Kreistag hatte das Areal bei einem Ortstermin besichtigt – zwecks Einrichtung eines Landschulheims. „Da hat es anders ausgeschaut. Es war finster und die Bäume und Büsche haben den Garten überwuchert“, erinnerte sich die Landrätin. Der Kreistag winkte schließlich ab. „Und das war auch gut so“, betonte Jochner-Weiß.

Gut Ammerhof: Trim--dich-Pfad für Tagungsgäste

Probst habe den „Rohdiamanten“ sofort erkannt und daraus ein „Juwel“ geschliffen. „Wir vom Landkreis sind stolz darauf, dass Sie den Berghof übernommen haben“, ließ die Landrätin Probst wissen: „Ich hoffe, dass wir uns in zehn Jahren zur nächsten Jubiläumsfeier wieder hier heroben sehen.“ Zur Feier waren nicht nur Kommunalpolitiker, Geschäftsfreunde und Bekannte gekommen, sondern auch die Anlieger am Berghof und der Berghofsiedlung. Familie Mach zum Beispiel übernahm nicht nur die Getränke-Bewirtung, sondern Seniorchef Rudi Mach hielt auch einen geschichtlichen Rückblick zum Berghof. Sein Fazit zu „Gut Ammerhof“: „Wenn man es nicht selbst gesehen hat, dann kann man es gar nicht glauben wie schön es ist.“ Und: „Wir haben mit Christa Probst eine gute Nachbarin bekommen.

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