Bei der Urkundenübergabe durch Josef Resch (rechts) Von links: Simone Schaberl (Fachkraft für therapeutisches Reiten), Maria Probst (2.Vorstand) und Ilka Niederfeld (1.Vorstand).
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Bei der Urkundenübergabe durch Josef Resch (rechts) Von links: Simone Schaberl (Fachkraft für therapeutisches Reiten), Maria Probst (2.Vorstand) und Ilka Niederfeld (1.Vorstand).

Pferdefreunde wollen Menschen mit besonderem Förderbedarf unterstützen

„Hand und Huf“: Neuer Reitverein in Peißenberg gegründet

  • vonRoland Halmel
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Vereine ins Leben zu rufen ist immer eine Herausforderung. In Zeiten von Corona gilt das noch viel mehr. In Peißenberg gingen aber einige Gleichgesinnte diesen Weg und hoben den Verein „Hand und Huf e.V.“ aus der Taufe.

Peißenberg – „Wir sind zunächst einmal ein ganz normaler Reitverein“, erklärt Ilka Niederfeld, die den Verein als erste Vorsitzende führt. Die derzeit 30 Kinder und Erwachsenen, die bei „Hand und Huf“ Mitglied sind, haben sich aber etwas Besonderes vorgenommen. „Wir wollen mit unserem Verein alle Menschen, mit und ohne Beeinträchtigung, unterstützen, ihren individuellen Zugang zum Pferd, zum Reiten, Voltigieren oder Fahren zu finden,“ ergänzt Niederfeld. „Dabei steht nicht eine leistungsorientierte Ausbildung hin zum Wettkampfsport im Vordergrund, sondern die Freude am gemeinsamen Umgang, Lernen und sich Verstehen“, berichtet die Vereinsvorsitzende. „Hand und Huf“ gehört inzwischen auch zum bayerischen Landessportverband (BLSV).

„Der Verein ist uns herzlich willkommen und wir freuen uns einen weiteren gesundheitsfördernden Sportanbieter in unseren Reihen zu haben“, erklärte BLSV Kreisvorsitzender Franz Schlesinger. Die entsprechende Urkunde über die BLSV-Zugehörigkeit überreichte Kassier Josef Resch der Vereinsführung von „Hand und Huf“´, der sich über weitere Mitglieder „gerne auch passiv“, so Niederfeld, freuen würde. Um Menschen mit besonderem Förderbedarf unterstützen zu können, kooperiert der Verein mit der „Praxis für Heilpädagogische Förderung mit der Pferd“ von Simone Schaberl, die seit vier Jahren auf dem Probsthof in Peißenberg mit ihren Pferden Kinder, Jugendliche und Erwachsene in ihrer Entwicklung unterstützt und fördert.

Vor kurzem bekam der neu gegründete Verein weiteren Zuwachs, durch ein Vereinspferd. „Dank zweier großzügiger Spenden aus der Geschäftswelt und der Unterstützung der Züchterfamilie Abfalter vom Leonhardshof am Chiemsee konnten wir uns ein Pferd anschaffen, das zukünftig die Arbeit unseres Vereins unterstützen wird“, freute sich Niederfeld. Reitpädagogin Schaberl ist jedenfalls begeistert von dem Neuzugang, der auf den Namen Cheyenne hört. „Sie ist eine typische Vertreterin dieser relativ jungen Rasse – menschenbezogen, freundlich und gelassen. Und ihre ersten Einsätze als Therapiepferd hat sie auch schon mit Bravour gemeistert“, erzählt Schaberl.

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