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Sprach deutliche Worte: Der Vorsitzende des TSV, Thomas Karau, bei der Hauptversammlung. 

Spärlich besuchte Hauptversammlung

TSV Peißenberg hat große Ziele

Der TSV Peißenberg plant seinen neuen Kabinentrakt für die Eishalle und träumt von weiteren Sportanlagen. Das wurde bei der Hauptversammlung deutlich.

Peißenberg – Der Termin war später als üblich und auch nicht optimal. Champions League, voller Trainingsbetrieb bei den meisten Sportarten und zeitgleich Gemeinderatssitzung waren der Hauptversammlung des TSV Peißenberg mehr als deutlich anzusehen. Das nur gut zur Hälfte besetzte Präsidium blickte in einen nur spärlich gefüllten Saal im Gasthaus „Zur Post“. „Die Terminfindung war etwas schwierig“, gab TSV-Präsident Thomas Karau bei der Begrüßung der 39 Anwesenden zu.

Dann zog er seine Bilanz als TSV-Chef. „Mein erstes Jahr habe ich mir etwas anders vorgestellt“, sagte Karau. Der Brand in der „Rigi-Rutsch’n“ im vergangenen Jahr hinterließ auch beim TSV Spuren. „Wir mussten einen großen Aufwand betreiben, um in der Eishalle wieder einen geregelten Ablauf hinzubekommen.“ Aktuell laufen die Planungen für einen neuen Kabinentrakt. Bis Mitte November sollen ein Grundriss und auch ein erster Kostenrahmen dafür vorliegen. Parallel wurden auch schon Gespräche mit der Gemeinde über einen Pachtvertrag und mit dem Bayerischen Landes-Sportverband (BLSV) wegen Fördermöglichkeiten geführt.

„Natürlich hat uns auch die Eishalle beschäftigt“, ergänzte Karau mit Blick auf die Erneuerungen der Anzeigentafel und Lautsprecheranlage sowie diverser anderer Maßnahmen, für die der TSV ordentlich in die Tasche griff. Eine offene Baustelle ist dagegen noch die Besetzung der freien Eismeisterstelle. „Auf unsere Anzeige in der Zeitung kam keine einzige Bewerbung“ bedauerte Karau.

In Sachen „Sportstätten“ ist beim TSV nach der Eröffnung der Tartanbahn keine Ruhe eingekehrt. „Ein Kunstrasenplatz ist ein Thema und auch die Kegelsportler haben wir nicht vergessen“, verwies der Präsident auf zukünftige Projekte. Dafür wird Geld benötigt – dabei nimmt Karau auch die Gemeinde in die Pflicht. „Beim TSV werden im Jahr 40 000 Stunden ehrenamtliche Arbeit geleistet, da darf man schon mal die Frage stelle, was der Kommune diese Arbeit wert ist“, sagte er in Abwesenheit von Bürgermeisterin Manuela Vanni, die sich wegen der Gemeinderatssitzung entschuldigen ließ.

Auf die Finanzen ging im Anschluss Schatzmeister Uli Ingenfeld genauer ein. Bei einem Umsatz von rund 1,5 Millionen Euro blieb unter dem Strich ein kleines Minus von 21 000 Euro. Fast in gleicher Höhe erwartet der Verein aber noch eine Steuerrückzahlung. „Wir sind aber gerade im Clinch mit dem Finanzamt“, sagte Ingenfeld, der den TSV als „finanziell gesund“ bezeichnete. Große Bauchschmerzen bereitet aber nach wie vor die Eishalle, für die im vergangenen Jahr für Unterhalt und Instandhaltung rund 170 000 Euro aufgewendet wurden.

Positiv entwickeln sich derzeit die Übungsleiterzahlen. „Da marschieren wir Richtung 80“, sagte Ingenfeld erfreut. Die Mitgliederzahlen gingen dagegen leicht auf 2433 (Vorjahr 2477) zurück. „Wir schrumpfen uns gerade gesund“, urteilte der Schatzmeister, der zudem einen konstanten Anteil von Kindern und Jugendlichen von zusammen 43 Prozent vermeldete.

Nach den Berichten der Abteilungen, die recht schnell vonstatten gingen, gab es zum Abschluss der rund 90 Minuten Versammlung bei den Wünschen nur eine Wortmeldung von Gangerl Eibl. „Macht euch bitte Gedanken wegen der Fahnenträger, sonst wird die Fahne bei Beerdigungen irgendwann nicht mehr dabei sein.“

Roland Halmel

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