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"Große Sprünge können wir keine machen"

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Peißenberg - Kämmerer Michael Liedl stellte den Peißenberger Haushalt vor. Kommende Woche wird er vom Gemeinderat verabschiedet.

Es ist jedes Jahr der große Auftritt des Kämmerers. Und für Michael Liedl, der die Nachfolge von Reinhold Walter angetreten hat, war es am Montagabend die Premiere. Da stellte er im Haupt- und Finanzausschuss Peißenberg den Haushalt für das laufende Jahr vor. Die zehn anwesenden Ausschussmitglieder waren zufrieden und signalisierten einstimmig ihre Zustimmung. In der kommenden Woche – am Mittwoch, 16. März, – wird dann der Marktgemeinderat über das Zahlenwerk abstimmen.

Und das ist eng gestrickt – wie es nach der Haushaltssperre im vergangenen Jahr auch zu erwarten war. „Große Sprünge werden wir keine machen können“, sagte Bürgermeisterin Manuela Vanni im Ausschuss.

Laut Liedls Plan soll der Gesamthaushalt 27,3 Millionen Euro umfassen – davon entfallen rund 19,3 Millionen Euro auf den Verwaltungs- und rund 8 Millionen Euro auf den Vermögenshaushalt.

Der Kämmerer hat nach eigener Aussage vorsichtig kalkuliert – zum Beispiel bei den Steuereinnahmen. Die Gewerbesteuer wurde mit 2,2 Millionen Euro um 200 000 Euro niedriger als im Vorjahr angesetzt. Das sei die Konsequenz aus dem Vorjahr, als eine Gewerbesteuerrückzahlung in Höhe von 1,5 Millionen Euro an ein Unternehmen der Gemeinde schwer zu schaffen machte und zur Haushaltssperre führte. Deshalb schrieb Liedl die zehn größten Gewerbesteuerzahler im Ort an und bat sie darum, die Entwicklung im Unternehmen einzuschätzen. Trotzdem „sind Rückzahlungen oder Nachholungen schwer prognostizierbar“, sagte Liedl.

Er gab auch den Schuldenstand bekannt. Der betrug zu Beginn des Jahres rund 4,08 Millionen Euro – und wird steigen. Für 2016 ist die Aufnahme eines Kredits in Höhe von rund 2,98 Millionen Euro geplant. 

Rubriklistenbild: © picture alliance / dpa

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