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Hoher Peißenberg – Schönste Aussicht kurz vor den Alpen

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Von: Laura Wittstruck

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Hoher Peißenberg vor dem Wettersteingebirge mit Zugspitze.
Bei gutem Wetter lässt sich vom Hohen Peißenberg aus sogar die Zugspitze sehen. © imago/imagebroker

Vor dem Hohen Peißenberg erstreckt sich ein herrliches Alpenpanorama. Ob für ein leckeres Stück Kuchen oder eine ausgiebige Wanderung: Hier lohnt sich ein Ausflug immer. 

Weilheim/Schongau – Mitten im Pfaffenwinkel reckt sich ein einsamer Berg 988 Meter in die Höhe: Vom Hohen Peißenberg aus lässt sich ein guter erster Blick auf die Alpen erhaschen. Über Wald und Wiesen führen verschiedene Wege zur Spitze des „Bayrischen Rigi“, auf der weit mehr als ein schönes Panorama geboten ist. Alles Wissenswerte zu Anreise und Wanderwegen.

Ausflug zum Hohen Peißenberg: Auto, Bahn oder Bus? 

Etwa 70 Kilometern sind es vom Münchner Zentrum zum beliebten Ausflugsberg. Um diese zurückzulegen, gibt es verschiedene Möglichkeiten.

Anfahrt: Wer mit dem Auto anreist, fährt in München auf die A96 Richtung Lindau auf. Bei der Ausfahrt Landsberg West geht es über die B17 in Richtung Schongau weiter bis nach Hohenpeißenberg. Von hier aus führt die Bergstraße zu den Parkplätzen am Gipfel. Alternativ geht es auch über die A95 und die B472 zum Bergpanorama. Die Parkplätze auf dem Rigi sind seit Sommer letzten Jahres kostenpflichtig: Ortsfremde zahlen für ein Ganztagesticket 4 Euro – bei anschließender Einkehr im Gasthof gibt es jedoch die Hälfte zurück. 

Zug: Schneller als mit dem Auto geht es mit der Bahn, in etwas über einer Stunde. Vom Münchner Hauptbahnhof fährt der Regionalzug direkt nach Weilheim. Dort ist ein Umstieg erforderlich: sowohl die Bahn nach Schongau als auch verschiedene Buslinien fahren weiter nach Hohenpeißenberg.

Hoher Peißenberg: Viele Wanderwege führen auf die Spitze

Zu Fuß gibt es einige Möglichkeiten, den Hohen Peißenberg zu erklimmen. Der Deutsche Alpenverein (DAV) empfiehlt etwa die Route über den Hanslweg. Diese führt durch den Wald den Berg hinauf und endet nach etwa eineinhalb Stunden bei der sehenswerten Wallfahrtskirche. 

Etwas länger, dafür umso interessanter, ist der Stollenweg. Für den 10 Kilometer langen Lehrpfad sind etwa drei Stunden Gehzeit einzuplanen. Auf fünfzehn Informationstafeln entlang des Weges erfahren Besucher Interessantes zu Bergbau, Geologie und Landschaft der Region. Startpunkt ist das Bergbaumuseum in Peißenberg, eine gute Ausgangslage bietet jedoch auch die Rigi-Alm in Hohenpeißenberg. Auch im Winter lohnt sich der Aufstieg auf den Rigi. Mit einem Schlitten geht es über den Südhang rasant ins Tal zurück – so lässt sich auch den Kleinen die Wanderung schmackhaft machen.

Wanderziel Café-Restaurant Bayerischer Rigi: Auf hungrige Wanderer wartet am Ende ihrer Tour das Restaurant Bayerischer Rigi. Auf der Panorama-Terrasse schmecken Kaffee und Kuchen besonders gut. Beliebt ist das Lokal außerdem wegen seiner herzhaften Schnitzel oder Fischspezialitäten.

Öffnungszeiten Bayerischer Rigi: November bis März: Dienstag bis Freitag von 9.00 bis 18.00 Uhr, Samstag, Sonn- und Feiertag
von 9.00 bis 20.00 Uhr. April bis Oktober: Dienstag bis Sonntag von 9.00 bis 20.30 Uhr.

Hoher Peißenberg: Sehenswertes auf dem Gipfel

Der Weg auf den Hohen Peißenberg lohnt sich nicht nur für die gute Aussicht. Geschichtsinteressierte, Wallfahrer und kleine Wissenschaftler kommen oben voll auf ihre Kosten. Interessant ist beispielsweise die Doppelkirche Mariä Himmelfahrt. Der Abschnitt mit Kapelle stammt bereits aus dem Jahre 1514. Sehenswert sind außerdem der Friedhof und die alte Volksschule..

Auch das Meteorologisches Observatorium ist geschichtsträchtig und gilt als älteste Bergwetterstation der Welt. Seit 1781 nehmen Wissenschaftler hier Messungen vor. Im Info-Pavillon können Besucher täglich von 8 bis 17 Uhr mehr über die Arbeit dort erfahren. Der dazugehörige Wetterlehrpfad mit zehn Infotafeln startet direkt am Parkplatz.

Zu Jahresbeginn maß die Wetterstation auf dem Hohen Peißenberg einen erstaunlichen Temperaturrekord - den wärmsten Silvestertag seit Anbeginn der Aufzeichnungen. Die vielen Besucher während der Corona-Zeit sorgten auf dem Bayrischen Rigi dagegen für ein enormes Müllproblem. Mehr Neuigkeiten aus dem Landkreis Weilheim-Schongau erfahren Sie hier. Übrigens: Alles aus der Region gibt‘s auch in unserem regelmäßigen Weilheim-Penzberg-Newsletter.*Merkur.de/bayern ist ein Angebot von IPPEN.MEDIA (lw)

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