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Georg Dusel (graues T-Shirt) warb beim SPD-Lokaltermin auf der Alten Bergehalde für den Bau eines Bewegungsparcours.

Pläne der SPD

Idee auf der alten Bergehalde: Freizeitarena für alle Generationen

Ein komprimiertes Freizeitgelände für Alt und Jung – das wünscht sich die Peißenberger SPD auf der Alten Bergehalde. Grundlage soll ein behindertengerechtes Rundwegenetz sein.

Peißenberg – Nein, einfach irgendwo einen Grillplatz errichten oder einen Bauwagen für Jugendliche aufstellen, so wie von der „Peißenberger Liste“ (PL) im Gemeinderat vorgeschlagen, das ist der Peißenberger SPD für die Gestaltung der Alten Bergehalde zu wenig. „Der Antrag der PL hat uns nicht zu hundert Prozent gefallen. Wir wollen die gesamte Bevölkerung bei der Planung miteinbeziehen und nicht nur etwas für Jugendliche machen“, erklärte SPD-Marktratsfraktionssprecher Robert Halbritter bei einem Lokaltermin, zu dem der SPD-Ortsverein anstatt seines monatlichen Stammtischtreffens eingeladen hatte. Anderthalb Stunden lang marschierte eine 15-köpfige Gruppe über die ehemalige Abraumhalde und tüftelte diverse Gestaltungsideen aus. Die wesentliche Erkenntnis der Genossen: Als Basis für die weitere Planung braucht es ein behindertengerechtes Rundwegenetz, damit zum Beispiel auch Senioren problemlos über die Alte Bergehalde spazieren gehen können. Bislang gebe es nur einen „Vor- und Zurückweg“. Ziel müsse es sein, das gesamte Gelände zu beleben. „Wo viele Leute sind, da gibt es auch weniger Vandalismus“, konstatierte SPD-Gemeinderat Georg Karl. Genau aus diesem Grund plädiert die SPD auch dafür, den regelmäßig vermüllten Skaterplatz vom Festplatzgelände an der Moosleite auf die Alte Bergehalde zu verlegen – und zwar auf die Freifläche im nördlichen Haldenbereich.

Nicht nurfür Senioren

Damit wäre eine räumliche Verbindung zum künftigen Jugendzentrum im Zwickel zwischen Bergwerkstraße und Schongauer Straße geschaffen. „Die Verlegung war bisher im Marktrat leider nicht mehrheitsfähig. Wir werden das aber noch einmal ansprechen“, kündigte SPD-Ortsvereinschef Peter Blome an. Auf der Alten Bergehalde soll nach Meinung der Genossen ein „komplettes Freizeitgelände“ mit thematischen Schwerpunkten entstehen. Ein wichtiger Baustein wäre dabei ein Bewegungsparcours. „Ich war vor kurzem auf einer solchen Anlage in Bad Staffelstein. Da waren die Geräte ständig belegt“, erzählte Seniorenbeirat Georg Dusel: „Das würde keinesfalls schaden, wenn bei uns auch so etwas gebaut wird. Bewegung tut allen gut.“ Der Bewegungsparcours, so ein weiterer Vorschlag, könnte mit einem Trimm-dich-Pfad kombiniert werden. Ebenfalls auf die Ideenliste wurde ein Erlebnisspielplatz, eine Bouleanlage und als größeres Projekt ein Baumwipfelpfad respektive Hochseilgarten aufgenommen. Der Baumbestand sei dafür vor allem im südwestlichen Haldenbereich ideal: „Allerdings bräuchte man für so ein Projekt einen Investor. Das können wir von der Gemeinde aus nicht selber machen“, relativierte Halbritter.

Ein Platz fürOpen-Airs

Einfacher umsetzbar wäre da vermutlich eine Waldbühne: „Damit könnten wir unserer Bürgermeisterin einen großen Gefallen tun und Shakespeare-Lesungen veranstalten“, scherzte Karl. Doch der Vorschlag war durchaus ernst gemeint. Im Sommer könnten Konzerte oder Kino- und Theateraufführungen stattfinden. Auch das Jugendzentrum hätte dann einen Platz für Open-Air-Veranstaltungen. „Wichtig ist, dass sich hier heroben etwas bewegt. Es muss vom Gestalterischen und vom Management her passen“, so Karl.

Ob aus der Ideensammlung konkrete Projekte erwachsen, wird sich zeigen. „Wir werden die Vorschläge demnächst in den Gemeinderat einbringen“, versprach Blome.

Von Bernhard Jepsen

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