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Beim letzten Faschingszug in Peißenberg gab es die Zusammenarbeit mit Weilheim noch nicht. Heuer wird in der Kreisstadt bei Vereinen und anderen Gruppen darum geworben, dass sie sich am Umzug am 26. Februar beteiligen. 

Weilheim/Peissenberg

Im Fasching an einem Strang ziehen

Wenn es um den Fasching geht, machen Weilheim und  Peißenberg gemeinsame  Sache. Die erste Sause ist  der Umzug am 26. Februar.  

Weilheim/Peißenberg – Beim Fasching, da kommen die Leute zusammen. In lustigen Outfits und bei bester Stimmung ist es viel einfacher, Kontakte zu knüpfen. Und wie sich nun zeigt, können in der närrischen Zeit sogar ganze Orte enger zusammenrücken – zumindest planen das Faschingsfreunde aus Peißenberg und Weilheim. Sie wollen sich künftig gegenseitig unterstützen. Für dieses Jahr bedeutet das: Die Weilheimer werden dazu aufgerufen, sich am Faschingsumzug am Sonntag, 26. Februar, in Peißenberg zu beteiligen.

„Wir wollen uns mehr zusammentun“, sagt Thomas Rößle, Vorsitzender von „Frohsinn 2000“. Der Verein ist im Peißenberger Fasching bestimmend. Alle drei Jahre veranstaltet er den Umzug, der beim letzten Mal mit 40 Gruppen einen Rekord erzielt hatte. „In den anderen beiden Jahren waren wir bereits verstärkt in Weilheim“, sagt Rößle. Im Gegenzug fanden aber kaum Gruppen aus der Kreisstadt den Weg nach Peißenberg. „Es gab Teilnehmer aus Hohenpeißenberg, Huglfing, Oderding und anderen Orten“, sagt Rößle. „Aus Weilheim wüsste ich grad keine.“

Das soll sich ändern. Dafür will die „Narhalla Weilheim“ gemeinsam mit der Stadt sorgen. In der Kreisstadt wird die Werbetrommel kräftig gerührt. Jutta Liebmann vom „Amt für Standortförderung, Kultur und Tourismus“, Stadträtin Uta Orawetz und „Narrhalla“-Chef Josef Wiedemann werben bei Gruppen und Vereinen darum, sich am Faschingsumzug zu beteiligen.

Eine erste Versammlung von Vereinen hat es in Weilheim bereits gegeben. Rund 25 Besucher nutzten das Angebot, um sich über die neue Kooperation zu informieren.

Die „Narrhalla“ geht bei dem Ganzen mit großen Schritten vorneweg. „Wir werden definitiv einen Wagen haben“, sagt Wiedemann. „Und wir wollen weitere Leute motivieren, teilzunehmen. Alles ist willkommen, was irgendwie fährt, ob groß oder klein.“ Wiedemann betont: „Das ist auch ein Event für Weilheimer.“

Mit seiner Begeisterung hat er in der Stadt bereits einige angesteckt. „Ich finde das prima, dass wir sagen: Wir Weilheimer gehen jetzt nach Peißenberg“, sagt Orawetz – ob als Teilnehmer oder Zuschauer. „Kein Ort kann solche Veranstaltungen jedes Jahr allein stemmen.“

Im Gegenzug kündigt „Frohsinn 2000“ an, auch weiterhin beim Weilheimer Innenstadtfasching mit von der Partie zu sein. Den veranstaltet die Stadt, die „Narrhalla“ hilft mit. Alle zwei Jahre findet er bisher statt. „In der Vergangenheit ist er mal mit dem Faschingszug kollidiert“, erinnert sich Wiedemann. Das soll nicht mehr passieren. Stattdessen sollen die Feierlichkeiten künftig aufeinander abgestimmt werden.

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