Das Impfzentrum Peißenberg ist ab sofort offen für alle.
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Das Impfzentrum Peißenberg ist ab sofort offen für alle.

Gravierende Änderung

Impfzentrum in Peißenberg: Registrierung und Terminvereinbarung ab sofort nicht mehr nötig

  • Sebastian Tauchnitz
    VonSebastian Tauchnitz
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Jeder, der möchte, und mindestens 16 Jahre alt ist, kann ab morgigen Freitag ins Impfzentrum nach Peißenberg fahren und sich gegen Corona impfen lassen. Das erklärte der Leiter des Impfzentrums, Christian Achmüller, im Gespräch mit der Heimatzeitung.

Landkreis - Eine vorherige Registrierung im BayImco-Portal oder eine Terminvereinbarung sei nicht mehr nötig, aber möglich, sagte er weiter. Wer vorher einen Termin vereinbare, könne besser planen und müsse keine Wartezeiten befürchten. Ansonsten könne es insbesondere am Vormittag durchaus ein paar Augenblicke dauern, bis man an die Reihe kommt, so Achmüller.

In den vergangenen beiden Tagen fanden die Zweitimpfungen für diejenigen Teilnehmer des Astrazeneca-Impftags im Medizinischen Versorgungszentrum Weilheim statt, die als Zweitimpfung einen mRNA-Impfstoff haben wollten. Dabei habe sich gezeigt, dass der Ansturm direkt nach Öffnung groß ist, dann aber stark abnimmt. Geöffnet ist das Impfzentrum montags bis samstags von 8.30 bis 12.30 Uhr und 13.30 bis 17.30 Uhr.

„Wir werden aber weiterhin keine ,Speisekarte’ anbieten können, auf der man sich den gewünschten Impfstoff aussuchen kann“, so Achmüller. Stattdessen denkt man darüber nach, gleich am Eingang einen Aushang zu machen, welches Vakzin an diesem Tag im Angebot ist.

Astrazeneca wird nicht mehr verimpft im Impfzentrum

Nicht mehr auftauchen wird dabei der umstrittene Impfstoff von Astrazeneca: „Unsere Restbestände werden von der Regierung zurückgenommen. Wie das passieren soll, weiß ich nicht“, so Achmüller. Auch was anschließend mit den Impfstoffen gemacht werde, entziehe sich seiner Kenntnis.

Der ärztliche Leiter des Impfzentrums, Dr. Christoph Wittermann, appellierte gestern noch einmal eindringlich an alle, sich impfen zu lassen. Gerade die Geimpften sollten in ihrem Freundes- und Bekanntenkreis aktiv Werbung für den effektiven Schutz durch eine Impfung machen. „Jetzt gibt es keine Ausreden mehr – jeder, der will, kann sich sofort impfen lassen“, sagte Wittermann. Und das sei auch dringend nötig, um die Herdenimmunität zu erreichen: „Eine Impfung schützt den Geimpften, ist aber gleichzeitig ein Dienst an der gesamten Welt.“

Auch der Leiter des Gesundheitsamtes, Dr. Stefan Günther, findet in einer Mitteilung deutliche Worte: „Die Delta-Variante steht vor der Tür und nach allem, was wir wissen, ist diese Mutation viel ansteckender als die bisherigen und kann möglicherweise zu schwereren Krankheitsverläufen führen.“ Umso wichtiger ist jetzt die Impfung. „Noch nie war der Piks so wichtig wie jetzt“, so Günther.

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