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Ob sie unterschreiben, haben sich Maira Falconi und Andreas Fischer gut überlegt. 

Weilheim

Schlangestehen für die Bienen

Ansturm auf die Rathäuser: Etliche Menschen unterschreiben täglich das Volksbegehren „Artenvielfalt – Rettet die Bienen!“ in Bayern. Teilweise stehen Bürger Schlange.

„Der Andrang ist groß“, sagt etwa Barbara Schmid vom Einwohnermeldeamt in Peißenberg. Von 9577 Wahlberechtigten hätten bis Freitagmorgen bereits 1290 Menschen unterschrieben. Das sind immerhin 13,47 Prozent.

Ähnlich groß ist der Zuspruch für das Volksbegehren in Weilheim und Penzberg: „Die Beteiligung daran ist sehr hoch“, sagt Andreas Bayerlein, der Leiter des Einwohnermeldeamtes Weilheim. „Es bilden sich immer wieder Schlangen“, sagt Bayerlein. In der Kreisstadt haben sich bis am Freitagnachmittag 2819 der 16 762 Abstimmungsberechtigten in die Listen eingetragen. Unter ihnen waren am Donnerstagabend auch Maira Falconi (31) und Andreas Fischer (32) aus Weilheim. „Super, dass das Rathaus heute länger offen hat. Wegen meiner Arbeitszeiten hätte ich es sonst erst am Samstag geschafft, mich einzutragen“, sagte Fischer.

Sie hätten sich ausgiebig über das Volksbegehren informiert und sich dann entschlossen, zu unterschreiben. Generell solle ihrer Meinung nach aber jeder Einzelne schauen, was er für die Bienen und andere Insekten tun könne, meint Fischer.

„Es ist viel mehr los als bei anderen Volksbegehren“, sagt der Leiter des Penzberger Ordnungsamtes, Peter Holzmann. Am Freitagmittag hatten sich von 12130 Wahlberechtigten bereits 1875 Penzberger in die Listen im Rathaus eingetragen. „Es stehen kontinuierlich Leute an“, sagt er.

Reges Interesse herrscht auch in den kleineren Gemeinden. In Wielenbach haben beispielsweise schon 394 Bürger von 2528 Wahlberechtigten unterschrieben, sagt Frau Kusterer, Sachbearbeiterin im Einwohnermeldeamt. Das sei ziemlich viel. Am Donnerstagabend habe es zwei Stunden lang eine Schlange gegeben. Noch bis Mittwoch, 13. Februar, läuft das Volksbegehren.  

Kathrin Hauser/Christoph Zempel

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