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Zum 90. Geburtstag bekam Heinrich Gmell von Bürgermeisterin Manuela Vanni Honig geschenkt. 

90. Geburtstag von Heinrich Gmell

Bis vor 46 Jahren fuhr er die Lok im Bergwerk

Peißenberg - Heinrich Gmell fuhr früher die Lok im  Peißenberger Bergwerk. Zu seinem 90. Geburtstag  gratulierte ihm Bürgermeisterin Manuela Vanni.

„Jetzt wart’ ich erst mal meinen 100. Geburtstag ab“, witzelte Heinrich Gmell. Der Peißenberg hatte am Sonntag seinen 90. Geburtstag. Gefeiert hat er mit 21 Gästen im Gasthof „Zur Post“ in Peißenberg. Zum Gratulieren kam am Montag auch Peißenbergs Bürgermeisterin Manuela Vanni vorbei – und brachte dem Jubilar ein Glas Honig mit. Bei dieser Gelegenheit erzählte Gmell der Heimatzeitung Anekdoten aus seinem Leben.

Geboren im Sudetenland, kam er 1946 nach der Gefangenschaft nach Peißenberg. Dort arbeitete er bis 1970 im Bergbau. „Ich fuhr unter Tage die Lok“, erzählte er. Danach ging er erst zu „Siemens“ und dann zu „Motoren Bauer“ nach Weilheim.

Mit seiner Frau Martina konnte er noch diamantene Hochzeit feiern, 2015 verstarb sie und er wurde zum Witwer. Das Ehepaar unternahm viele Reisen zusammen – es war 20 Mal mit dem Auto nach Dubrovnik gefahren und hatte die Insel Krk in Kroatien besucht.

Auch fuhr das kinderlose Paar gerne mit dem Bus in die Türkei, nach Mallorca, Sizilien und Griechenland. „Jetzt ist bei mir nix mehr los“, bedauerte der Jubilar, der aber immer noch gerne zu Fuß zum Einkaufen oder um den Block spazieren geht.

Lange Jahre war Heinrich Gmell Mitglied des ADAC und bei der AWO, beim Knappenverein ist er noch heute vertreten. „Aber marschieren tu’ ich nicht mehr. Das hab ich im Krieg genug machen müssen an der Ostfront und beim Reichsarbeitsdienst in der Nähe von Danzig“, erzählte Gmell. Heute liest der 90-Jährige jeden Morgen das „Weilheimer Tagblatt“, verrät er. Außerdem sieht er sich im Fernsehen gerne Ratesendungen wie „Wussten Sie das?“ an. Weil er ja doch nicht mehr der Jüngste ist, helfen ihm sein Schwager und seine Schwägerin, die in der Nähe wohnen, den Alltag zu bewältigen. 

Inge Beutler

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