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Jetzt stimmt die Akustik im Klassenzimmer

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Von: Bernhard Jepsen

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Drei Männer stehen um eine Leiter
Quadratisch, praktisch und lärmabsorbierend: (v.l.) Bürgermeister Frank Zellner, Gebäudemanager Stefan Pröbstl und Matthias Igerl begutachteten die letzten Arbeitsschritte für den Einbau der Akustikdeckenteile. © Bernhard Jepsen

Vor dem Start ins neue Schuljahr wurde in der St. Johann-Grundschule noch kräftig gewerkelt. Unter Regie des gemeindlichen Gebäudemanagements wurden in den Ferien sechs weitere Klassenzimmer mit Akustikdecken, Absorbertafeln und neuer LED-Beleuchtung ausgestattet. Zudem ist das Schulhaus auf eine chipgesteuerte Schließanlage umgerüstet worden.

Peißenberg – Vier Klassenräume hatte die Gemeinde bereits in den Jahren zuvor peu á peu akustisch sanieren lassen. Nun entschloss man sich, gleich sechs Zimmer in einem Rutsch lärmdämmungstechnisch auf modernen Stand zu bringen. Für die Schulkinder und die Lehrer soll sich infolge der 72 000 Euro teuren Maßnahme ein besseres Lern- und Lehrumfeld ergeben. „St. Johann“ ist eine Profilschule für Inklusion.

Das erfordert gewisse Ansprüche: „Bei uns gibt es Kinder, die aufgrund von Vorerkrankungen spezielle Bedürfnisse haben. Wir versuchen, sie zu erfüllen“, verweist Rektor Matthias Igerl unter anderem auf Schüler mit Hörschäden oder Konzentrationsschwächen. Die Geräuschatmosphäre in den umgerüsteten Räumen sei „ein himmelweiter Unterschied“: „Vorher war da ein Wahnsinnshall drin“, so Igerl.

In puncto „Arbeitssicherheit“ habe die Lärmbelastung auch für die Lehrer bedenkliche Ausmaße angenommen. Von den insgesamt 14 Klassenzimmern in St. Johann sind nun zehn akustisch saniert. „Damit kommen wir jetzt locker aus“, konstatiert Igerl. Der Umbau, an dem auch der Bauhof und die Hausmeisterei maßgeblich beteiligt waren, wurde mit rund 40 000 Euro staatlich bezuschusst. Weitere Projekte stehen bereits auf der Liste: So soll die St. Johann-Grundschule einen Glasfaseranschluss und einen neuen Computer-Raum erhalten.

Die einzelnen Klassenzimmer sind bereits mit Internetanschluss, Beamer und Dokumentenkameras ausgestattet: „Bei der Digitalisierung sind wir schon sehr weit“, betont Igerl. Entsprechend habe auch das Homeschooling während des Corona-Lockdowns „super geklappt“. Über eine Augsburger Fachfirma habe man „virtuelle Klassenzimmer“ programmieren lassen. Igerl ist aber erleichtert, dass das neue Schuljahr zumindest vorerst mit Regelschulbetrieb startet: „Ich bin froh, dass es wieder normal läuft.“

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