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Bringen „Irrsinn und Idyll“ in die Tiefstollenhalle: (v.r.) Johannes Sens, Simon Schorndanner, Maximilian Eder und Ralf Wieland als „Gankino Circus“. 

Aktuelles Interview Johannes Sens

„Wir sind eine Reiseband“

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Geschichten aus ihrer Heimat  und Volksmusik haben „Gankino Circus“ bei ihrem Auftritt am 4. März in der Peißenberger Tiefstollenhalle im Gepäck. Schlagzeuger Johannes Sens spricht im Interview über die Band.

Herr Sens, warum sollten die Peißenberger zum Konzert von „Gankino Circus“ gehen?

Na, weil sie ein Konzert sehen wollen. Die Frage muss natürlich jeder für sich selbst beantworten. Aber ich kann sagen, warum wir ein Konzert geben: Wir sind einfach gern unterwegs. Und als Franken nehmen wir unseren ganzen Mut zusammen, um in Oberbayern zu spielen.

Was macht einem Franken denn Angst vor Oberbayern?

Wir reden weniger, kommen nicht so aus uns heraus. Und da kann es natürlich zu Situationen in Oberbayern kommen, in denen wir emotional überfordert sind. In denen wir sogar mit Gefühlen konfrontiert werden.

Sie kommen nach eigener Aussage aus Dietenhofen. Was muss man über Dietenhofen wissen?

Zuallererst, dass es wirklich existiert. Das ist wirklich da, und wir kommen da auch alle her. Wir sind dort zur Schule gegangen, waren in der Blaskapelle. Es ist einfach ein kleines Dorf mit 4000 Einwohnern. Und toller Volksmusik. Wir sind alle begeistert von der Musik aus Dietenhofen. Ansonsten gibt es über unser Dorf nichts zu erzählen.

Wie würden Sie die Musik von „Gankino Circus“ beschreiben?

Wir machen Volksmusik mit Akkordeon, Schlagzeug, Gitarre und Saxofon. Wir spielen alles, was uns Spaß macht. Das macht es aus, wir beschränken uns nicht. Wir nehmen gern auch Lieder aus anderen Ländern mit auf.

Nennen Sie drei Adjektive, die ihren Musikstil beschreiben.

Da würde ich die Süddeutsche Zeitung zitieren: „Anarchisch, verrückt, brillant.“

Wo bekommen Sie Ihre Ideen her?

Auf unseren Reisen. Wir haben als Straßenmusiker angefangen und wollten uns damit einen Urlaub finanzieren. Das war in Frankreich und hat überraschend gut funktioniert. Und dann kamen Leute auf uns zu und haben mitgemacht und ihre Ideen eingebracht. Wir waren seitdem viel in Europa unterwegs. Im Auftrag des Goethe-Instituts und von Botschaften vermitteln wir unsere Kultur. Zum Beispiel in Kasachstan, der Ukraine und Georgien.

Da kommen Sie ganz schön rum.

Ja, wir sind eine Reiseband. Wir haben immer den gepackten Koffer vor der Tür stehen. Unseren Bandnamen haben wir aus Bulgarien mitgebracht – „Gankino Horo“ ist ein bulgarischer Volkstanz.

So viele Auftritte im Ausland und Sie fürchten sich vor Oberbayern?

Klar, in der Anonymität kann man sich freier bewegen. Die Oberbayern wissen, wo wir wohnen.

Info:

Karten gibt es für 19,95 Euro im Vorverkauf bei „Peissenbuch“ in Peißenberg und in der Sparkasse am Marienplatz Weilheim (Telefon 0881/686-11) besorgen. Zudem gibt es eine Abendkasse (22 Euro).

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