Vermisste Tuong An (6) wieder da: Polizei nimmt Mann fest - Wurde sie Opfer eines Verbrechens?

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Einen Teil der Wünsche, die die Peißenberger Jugendlichen bei der Jugendkonferenz erarbeitet hatten, trugen sie im Gemeinderat vor. 

Peißenberg

Jugend gibt im Marktrat Gas

Jugendbeteiligung auf die direkte Art – das gab es in der jüngsten Marktratssitzung. Rund ein Dutzend Jugendliche machte sich im Gremium unter anderem per Video-Präsentation für die Erweiterung des Skaterplatzes und die Einrichtung eines Jugendforums stark.

Peißenberg – Die Mühlen der Kommunalpolitik mahlen bisweilen langsam. Das bekam auch Dominik Schleich zu spüren, der mit seinen Skaterfreunden im Marktrat vorsprach. „Wie lange dauert denn die Entscheidung für die Erweiterung des Skaterplatzes?“, fragte der 13-Jährige forsch in die Runde. Da musste Bürgermeisterin Manuela Vanni erst einmal kräftig schlucken, bevor sie auf die Vorgaben der bereits verabschiedete Etatplanung verwies: „Wir haben momentan kein Geld dafür. Im Haushalt 2019 ist nichts für so ein Projekt vorgesehen“, antwortete die Rathauschefin – und: „Wir haben im Juni die 100-Jahrfeier zur Markterhebung. Da ist es auf dem Volksfestplatz eh’ schon sehr eng.“

So richtig überzeugend dürfte das für Schleich nicht geklungen haben. Er ist leidenschaftlicher Skater und Scooterfahrer. In der Woche trifft er sich mindestens vier bis fünf Mal mit seinen Freunden am Freizeitgelände an der Moosleite: „Manchmal sogar öfters.“

Dass der Skaterplatz rege genutzt wird und die Jugendlichen waghalsige Tricks beherrschen, zeigten Schleich und seine Kollegen in einem Videofilm. Der entstand im Rahmen des Projekts „Whats Up?!“, das vom Kreisjugendring (KJR) Ostallgäu betreut wird und sich für aktive Jugendbeteiligung einsetzt. Zwei Jugendkonferenzen haben bereits in Peißenberg stattgefunden. Ein Ergebnis der Veranstaltungen war eben der Wunsch nach einer Erweiterung des Skaterplatzes. Der würde zwar eine „coole Atmosphäre“ ausstrahlen, wie die Jugendlichen in ihrem Vorführvideo erklärten, aber zu wenig Rampen und Sitzmöglichkeiten bereitstellen. „Die Fläche ist einfach zu klein, weil zu viele Leute darauf fahren“, so das Fazit der Jugendlichen.

Eine weitere Konferenz-Forderung zielte auf die Gründung eines Jugendgremiums ab. Wie KJR-Mitarbeiterin Anna Heiland im Marktrat betonte, laufen die Bemühungen dazu unter dem Arbeitstitel „Junge Menschen in Peißenberg“.

Generell sei der Zielgruppe die Beteiligung an kommunalpolitischen Prozessen sehr wichtig. Aus Sicht der Gemeinde, so Heiland, mache die Einbindung der Jugendlichen ebenfalls Sinn: „Es kommt frischer Wind rein und die Kommune erhält ganz neue Blickwinkel.“ In Peißenberg soll aber kein starres Jugendparlament, sondern ein auf zwei Jahre angelegtes und auf zehn Mitglieder beschränktes Jugendforum installiert werden. Sechs Interessenten wurden bereits akquiriert. Gibt es mehr als zehn Bewerber, soll eine Wahl stattfinden. Ganz wichtig: Das Jugendforum soll kein loser Debattierklub sein, sondern mit konkretem Rede- und Antragsrecht im Marktrat ausgestattet werden. Zudem soll das Forum ein festes Budget erhalten, um kleinere Projekte und Aktionen in Eigenregie abwickeln zu können. „Ich wäre unheimlich froh, wenn die die Gründung des Forums klappen würde“, erklärte Manuela Vanni: „Für uns im Marktrat ist es schwierig, sich in die Gedanken von Jugendlichen reinzuversetzen. Ich finde die Idee der Jugendbeteiligung super.“

Bernhard Jepsen

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