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Mit 7:3 Stimmen wurde die Auflösung des Kegelsportvereins beschlossen.

Mitgliederversammlung entscheidet

Kegelsportverein Peißenberg: Aus nach 43 Jahren

1977 wurde der „Kegelsportverein Peißenberg und Umgebung“ gegründet. Nun wurde er aufgelöst. Es fehlt an Nachwuchs.

Peißenberg – „lch bin richtig erstaunt, dass trotz Corona und Wahl so viele Leute da sind“, so der Vorsitzende Josef Schmid zu Beginn der Versammlung, zu der zwölf Personen, also knapp ein Drittel der Mitglieder, ins Gasthaus „Sonne“ in Peißenberg gekommen waren. 

Versammlung mit Weißwürsten

Zur „ordentlichen Hauptversammlung 2020 mit Weißwurstfrühschoppen“ war noch vor  Zuspitzung der Situation eingeladen worden. Nach den üblichen Formalitäten stand vor den Wahlen zum Vorstand allerdings noch der Punkt „Diskussion über die Zukunft des Vereins“ und eine Abstimmung über dessen Fortbestand auf der Tagesordnung, was die Versammlung zur letzten machte.

Keine sportlichen Gründe

Am sportlichen Erfolg lag es laut Schmid nicht, dass der Verein über seinen Fortbestand nachdenken muss. Die habe es gegeben. Allerdings fehlte der Nachwuchs. Ein Grund dafür sei in der Tatsache zu suchen, dass es in Peißenberg keine Kegelbahn mehr gibt. Für den Nachwuchs war Huglfing, wo trainiert wurde, zu schlecht zu erreichen. 

Nur noch 40 Mitglieder

So hatte der Verein voriges Jahr nur noch 40 Mitglieder. Zehn Aktive, sieben Damen, 16 Passive und sieben Förderer wurden aufgezählt. Nachdem noch ein Mitglied in ein Altenheim umgezogen ist, gingen 39 Mitglieder ins letzte Vereinsjahr.

Mehrheit für Auflösung

Die vorgeschlagene Fortführung des Vereins und die Zusammenarbeit in einer Spielgemeinschaft wurde von einigen Mitgliedern abgelehnt, weil der Verwaltungsaufwand in keinem Verhältnis zum Nutzen stehen würde. Schließlich stimmten sieben Mitglieder für die Auflösung des Vereins und drei dagegen. Zwei enthielten sich der Stimme.

Verein wird abgewickelt

Drei Mitglieder des letzten Vorstands, Josef Schmid, Klaus Huber und Alois Kriesmair, wurden zu Liquidatoren bestellt. Sie haben den Auftrag, den Verein bis Ende Juni abzuwickeln. Unter den Gegnern der Auflösung war Ludwig Degele, das letzte Gründungsmitglied des Vereins, der 1977 durch Abspaltung von der Kegelabteilung des TSV Peißenberg entstanden ist. Da es damals im Sportverband die Regelung gab, dass an einem Ort keine zwei Vereine sein dürfen, erinnert sich Degele, wurde der Name „Kegelsportverein Peißenberg und Umgebung“ gewählt. Der Verein war also offen für Auswärtige.

Sportler machen woanders weiter

Die Auflösung des Vereins bedeutet nicht, dass nicht mehr gekegelt wird. Die erfolgreichen Sportler können in anderen Vereinen ihre sportliche Karriere weiter verfolgen, die anderen wollen sich an einem Stammtisch treffen und nach Belieben zum Kegeln verabreden.

Alfred Schubert

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