Peißenberg

Keine Einschränkung beim Winterdienst

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Beim Winterdienst in Peißenberg wird sich organisatorisch etwas ändern – die Bürger sollen davon nicht viel mitbekommen. Der Gemeinderat hat sich vorgenommen, den Räumeinsatz auch künftig im bisherigen Umfang anzubieten.

Peißenberg –Dafür werden aber private Unternehmen beauftragt werden müssen. Denn die Gemeinde ist ab dem kommenden Winter für zusätzliche Straßen zuständig: und zwar für die Haupt- und Scheithaufstraße sowie für Schongauer, Böbinger und Wörther Straße – und die sind allesamt stark befahren. In den vergangenen Jahren hatte das Staatliche Bauamt Weilheim dafür gesorgt, dass die Straßen geräumt waren. Da aber noch in diesem Jahr die Umfahrung Hohenpeißenberg freigegeben wird und damit zusätzliche Arbeit anfällt, kann das Bauamt das nicht mehr leisten. Also muss die Gemeinde einspringen. Deren Bauhof ist aber ausgelastet. Und so muss eine andere Lösung her.

Die Fraktionen hatten über die Zukunft des Winterdienstes bereits im Bauausschuss diskutiert, auf einen Beschlussvorschlag konnten sie sich nicht einigen. Im Gemeinderat eine Woche später waren die Positionen dann sehr deutlich.

„Wir sehen uns als bürgerfreundliche Gemeinde und wollen den Standard so beibehalten“, sagte Werner Hoyer im Namen der „Peißenberger Liste“. Stefan Rießenberger stieß für die „Bürgervereinigung“ ins gleiche Horn: „Für uns war die Entscheidung kurz und schmerzlos. Wir wollen den Winterdienst im jetzigen Umfang beibehalten“, sagte er. „Wir wollen keine Straßen zweiter Klasse.“

Einzig die SPD war etwas vorsichtiger: „Wir können und möchten das jetzt nicht entscheiden“, sagte Robert Halbritter. Die Fraktion wollte wissen, wie hoch die Kosten seien, wenn die Räumung an externe Anbieter vergeben werde. „Wir wollen den Standard schon aufrechterhalten, aber nicht zu jedem Preis“, sagte Halbritter.

Der Beschlussvorschlag, den die Rathausmitarbeiter ausgearbeitet hatten, ging genau in diese Richtung: Sie regten an, dass die Verwaltung beauftragt werde, gemeinsam mit Bauhofleiter Roman Bals einen neuen Räum- und Streuplan zu erarbeiten, der aufzeigt, in welchen Bereichen private Unternehmer beauftragt werden sollen. Außerdem sollten Kostenschätzungen eingeholt und eine Ausschreibung vorbereitet werden, die dann wieder dem Gemeinderat vorgelegt werden. Damit konnte sich der Großteil des Gremiums anfreunden: Bis auf Jutta Geldsetzer (SPD) stimmten alle für dieses Vorgehen.

Rubriklistenbild: © ZB

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