Zur Einweihung des „Kinderhaus im Dorf“ hielt Bürgermeister Frank Zellner eine Rede. Altbürgermeisterin Manuela Vanni (vorne r.) trug wesentlich zur Realisierung des Kindergartens bei. Foto: gronau
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Zur Einweihung des „Kinderhaus im Dorf“ hielt Bürgermeister Frank Zellner eine Rede. Altbürgermeisterin Manuela Vanni (vorne r.) trug wesentlich zur Realisierung des Kindergartens bei.

Kindergarten im ehemaligen Peißenberger Krankenhaus eröffnet

  • Bernhard Jepsen
    vonBernhard Jepsen
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Es herrscht wieder Leben im Westflügel des ehemaligen Krankenhauses: Am Dienstagvormittag wurde das „Kinderhaus im Dorf“ offiziell eingeweiht – coronabedingt in kleinerem Rahmen. Die von der „Kinderhilfe Oberland“ getragene Einrichtung ist die siebte Kindertagesstätte in Peißenberg.

  • Ins ehemalige Peißenberger Krankenhaus kehrt wieder Leben ein
  • Der Kindergarten im Dorf wurde dort eröffnet
  • Wegen der Corona-Pandemie fand die Eröffnungsfeier im kleinen Rahmen statt

Peißenberg – Bürgermeister Frank Zellner (CSU) hielt sich bei der Einweihung des Kinderhauses nicht mit langen Festreden auf – „damit in diesem Haus möglichst schnell das volle Leben herrscht“, wie er schmunzelnd betonte. Der Rathauschef sprach damit insbesondere die Zielgruppe an: „Denn um euch, liebe Kinder, geht es hier. Ihr könnt hier toben, spielen, basteln und vor allem aber auch lernen, wie ihr mit den anderen Kindern in eurem Alter umgeht.“

Etwa ein Dutzend Kinder waren mit ihren Eltern zur Einweihungsfeier gekommen – ebenso wie Altbürgermeisterin Manuela Vanni (Peißenberger Liste), einige Gemeinderäte und Vertreter der „Kinderhilfe Oberland“. Anja Erndtmann dankte der Gemeinde für deren Tatkraft beim Umbau der 580 Quadratmeter großen Räumlichkeiten im Erdgeschoss des ehemaligen Klinik-Westflügels: „Es ist Wahnsinn, was hier in so kurzer Zeit auf die Füße gestellt worden ist – trotz Corona und Bürgermeister-Wechsel.“

Die Kinderhilfe-Geschäftsführerin dankte explizit der Altbürgermeisterin: „Frau Vanni hat alles in Bewegung gesetzt.“ Laut Zellner ergänzt das „Kinderhaus im Dorf“ das „vielfältige Kinderbetreuungsangebot in Peißenberg“. In den nun sieben Tagesstätten sind mehr als 460 Kinder angemeldet. Das neue Kinderhaus startet zunächst aufgeteilt in zwei Kindergarten- und eine Krippengruppe mit 37 Kindern. Optional könnte ab Herbst 2021 noch eine dritte Kindergartengruppe eingerichtet werden.

„Peißenberg soll nicht nur ein Ort sein, an dem wir gerne arbeiten oder wohnen, sondern wir wollen uns hier auch als Familie wohlfühlen“, erklärte Zellner, selbst Vater von zwei Töchtern. Die Kindergartenbetreuung lässt sich der Markt einiges kosten. Allein für das neue Kinderhaus wird bezüglich der Ausbau- und Mietkosten umgerechnet auf die nächsten fünf Jahre – auf diese Zeitspanne ist der „Interimskindergarten“ vorerst angelegt – jährlich ein Betrag in Höhe von 100 000 Euro fällig. Der Freistaat Bayern beteiligt sich an dem Aufwand mit einer 30-prozentigen Förderung zu den Mietkosten der Hauptnutzfläche. Für Zellner ist das gut investiertes Geld: „Wer Kinder vernachlässigt, der vernachlässigt die Zukunft.“ Viele Fähigkeiten würde der Nachwuchs noch vor dem ersten Schultag vermittelt bekommen. Viele Kinder würden zudem im Kindergartenalter über die Familie hinaus die ersten sozialen Bindungen entwickeln: „Dieser Umgang will gelernt sein, das wissen wir spätestens als Erwachsene, wenn es zu Konflikten kommt.“ Die Kinderhilfe, so Zellner, verfüge über motivierte Erzieherinnen und ein gutes Betriebskonzept.

Das „Kinderhaus im Dorf“ startete am gestrigen Mittwoch mit dem Regelbetrieb. Im Zuge der Corona-Pandemie hat die „Kinderhilfe Oberland“, die in der Region 24 Einrichtungen führt, ein Ampelwarnsystem entwickelt. „Aktuell sind wir im grünen Bereich“, versicherte Erndtmann. Die Kinder müssten auch keine Schutzmasken tragen. Den bei der Einweihungsfeier anwesenden Eltern gab die Geschäftsführerin ein Versprechen ab: „Sie vertrauen uns Ihr Allerwertvollstes an. Wir werden unser Bestes geben, um Ihre Kinder gut zu betreuen.“

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