Blick auf den Außenbereich des Kindergartens „Regenbogen“ an der Thalackerstraße in Peißenberg. Auch der Garten der Einrichtung ist in die Umbau- und Sanierungspläne einbezogen.
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Blick auf den Außenbereich des Kindergartens „Regenbogen“ an der Thalackerstraße in Peißenberg. Auch der Garten der Einrichtung ist in die Umbau- und Sanierungspläne einbezogen.

Kindergarten wird saniert und umgebaut

  • Bernhard Jepsen
    vonBernhard Jepsen
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Sanierung und Umbau sowohl innen als auch außen – und das in einem Rutsch: So sieht die Planung für den evangelischen Kindergarten „Regenbogen“in Peißenberg aus. Vorbehaltlich der staatlichen Zuschüsse soll das Projekt im nächsten Jahr in die Umsetzungsphase starten.

Peißenberg – Der „Regenbogen“-Kindergarten war in den vergangenen Jahren ein bisschen das „Sorgenkind“ der Marktgemeinde. Die Einrichtung stößt mit ihren räumlichen Kapazitäten immer mehr an ihre Grenzen, auch die bauliche Infrastruktur entspricht nicht mehr den Anforderungen einer modernen Kindertagesstätte. Hinzu kommt, dass das steile Außengelände oberhalb der evangelischen Kirche komplett verdichtet und bei schlechtem Wetter von den Kindern nicht bespielt werden kann.

Zuletzt gab es im Marktrat kontroverse Diskussionen über die weitere Vorgehensweise. Jürgen Forstner kritisierte, dass die Rathausverwaltung für die Neugestaltung des Außengeländes extra ein Fachplanungsingenieurbüro einschalten wollte – entgegen der Beschlusslage, einfache Gartenbaufirmen mit ins Boot zu holen (wir berichteten).

Doch inzwischen haben sich die Wogen wieder halbwegs geglättet. Nach mehreren Gesprächen und Ortsterminen haben sich Vertreter der Verwaltung, des Marktrats und der evangelischen Kirche als Einrichtungsträger auf eine Konzeption geeinigt: Demnach soll der „Regenbogen“-Kindergarten sowohl innen als auch außen in Rahmen eines Gesamtprojekts saniert respektive umgebaut werden.

Kurzzeitig war erneut die Idee aufgekommen, den Kindergarten an anderer Stelle neu zu bauen. Solche Gedankenspiele hatte es vor rund drei Jahren schon einmal gegeben. Nach einer Bodenuntersuchung war der ins Visier genommene Standort am Tiefstollenareal allerdings endgültig aus den Überlegungen gestrichen worden.

Nun wurde noch einmal das Mühlpointfeld aufs Tapet gebracht. Doch wie Bürgermeister Frank Zellner auf Nachfrage der Heimatzeitung erklärte, wurde die Planalternative aufgrund der „ungewissen Zeitschiene und Finanzierung wieder verworfen“: „Es braucht eine schnelle Lösung“, betont der Rathauschef – und deshalb habe man sich entschieden, am bestehenden Standort an der Thalackerstraße festzuhalten.

Ein weiterer Aspekt: An ganz anderer Stelle, nämlich auf dem MTP-Gelände, wird in den nächsten Jahren ein größeres Wohnquartier entstehen. Das heißt, der Bedarf an Kindergartenplätzen im Ortsteil Wörth wird steigen. „Aber wir wären nicht in der Lage, parallel zwei Kindergärten neu zu bauen“, so Zellner. Im Zuge des Umbau- beziehungsweise Sanierungsprojekts am „Regenbogen“-Kindergarten soll das gesamte Raumkonzept überplant werden und ein zusätzlicher Bereich als Essenssaal entstehen. Dafür wird die bislang vermietete „Hausmeisterwohnung“ einbezogen, weil ansonsten die erforderliche Gesamtfläche für die drei Kindergartengruppen zu gering wäre.

Verlegt werden soll auch der Eingangsbereich – und zwar an die Nordseite des zweigliedrigen Gebäudekomplexes. Das soll die schwierige An- und Abfahrtssituation an der Thalackerstraße entzerren. Es müsse auch nicht jedes Kind mit dem Auto zum Kindergarten gebracht werden, meinte Zellner in der jüngsten Sitzung des Bauausschusses, als über den Kindergarten-Umbau vorberatend debattiert wurde. Stefan Rießenberger (Bürgervereinigung) bat zudem darum, den Einbau von Verschwenkungsinseln auf der Thalackerstraße zu prüfen. Als grobe Kostenschätzung nannte Bürgermeister Zellner im Bauausschuss einen Betrag von 900 000 Euro. „Ich hoffe, dass wir nächstes Jahr mit den Arbeiten anfangen können“, sagte der Rathauschef.

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