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Die neuen Schilder präsentieren (v.l.) Sigrid Hauswurz (Bereichsleitung „Kinder und Jugendhilfe“ bei „FortSchritt“), Christine Volland (Leiterin „Kinderhaus an der Ammer“), Kerstin Schwarzer (stellvertretende Leiterin), Karin Korpan (Fachberaterin für den „Sprach-Kitas“-Verbund) und Gerald Kubik (Leiter Kindertagesstätten bei „FortSchritt“). Im Hintergrund stehen die Mitarbeiterinnen des Kinderhauses. 

„Kinderhaus an der Ammer“

Freude am Sprechen vermitteln

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Peißenberg - Das  „Kinderhaus an der Ammer“ nimmt als „Sprach-Kita“ an einem Bundesprogramm teil. Die Kinder sollen sich besser ausdrücken können.

Sprache ist der Schlüssel zu allem. Durch sie kann man Fragen stellen, seine Meinung kundtun, anderen sein Empfinden deutlich machen. Wer sich gut ausdrücken kann und versteht, was andere einem mitteilen wollen, hat’s im Leben einfacher. „Kommunikation ist die Grundlage für alles“, sagt Christine Volland, Leiterin des „Kinderhaus an der Ammer“ in Peißenberg. Die „FortSchritt“-Einrichtung legt deshalb seit Jahren Wert auf die sprachliche Bildung der Buben und Mädchen. Und nimmt deshalb auch an entsprechenden Projekten teil. Davon zeugen nun zwei Schilder an der Tür, die am Montag angebracht worden.

Eines weist auf das Bundesprogramm „Schwerpunkt-Kitas Sprache & Integration“ des Familienministeriums hin, an dem das Kinderhaus von 2012 bis 2015 teilnahm. Die stellvertretende Leiterin, Kerstin Schwarzer, wurde in diesem Rahmen zur „Sprachkraft“ ausgebildet. Zehnmal fuhren sie und Volland zur Schulung nach München – und gaben ihr Wissen anschließend an die Kollegen weiter. Das Ziel: Spielerisch die Kinder fördern, sie zum Reden animieren, Spaß an Sprache vermitteln. „Das ist keine Therapie“, sagt Schwarzer. „Alle Kinder hatten die Möglichkeit, in die Sprachförderung zu kommen.“

Da alle Beteiligten vom Erfolg des Programms überzeugt sind, hat sich das Kinderhaus für ein Folgeprojekt beworben – und ist nun auch in das Bundesprogramm „Sprach-Kitas: Weil Sprache der Schlüssel zur Welt ist“ aufgenommen worden, wie das zweite Schild am Eingang bestätigt. Hierbei hat die Einrichtung die Möglichkeit, sich mit anderen auszutauschen. Sie gehört zu einem Verbund von zwölf Kindertagesstätten aus der Region – aus dem Landkreis sind noch drei aus Weilheim dabei. Schwerpunkte sind die „Alltagsintegrierte Sprachbildung“, „Inklusion“ und die „Zusammenarbeit mit den Familien“.

Bei Letzterem geht es nicht darum, einfach Infoabende anzubieten. „Die Resonanz ist da sehr gering“, sagt Volland. Viel mehr sollen „Tür-und-Angel-Gespräche“ genutzt werden, um den Eltern wertvolle Tipps zu geben. Denn einige Dinge sind nicht mehr selbstverständlich, erzählen Erzieherinnen: Kinderlieder wie „Hoppe, hoppe Reiter“ kennen viele Buben und Mädchen nicht mehr. Und in Alltagssituationen – zum Beispiel beim Wickeln oder Essen – wird mit Kindern in manchen Familien nicht gesprochen. Nicht aus bösem Willen, sondern aus Unwissenheit. Die Folge: „Kinder haben zu wenig Wortschatz und fangen spät an zu sprechen“, erklärt Karin Korpan, die von „FortSchritt“ als Fachberaterin für den „Sprach-Kitas“-Verbund eingesetzt wurde.

Solchen Entwicklungen will das „Kinderhaus an der Ammer“ entgegenwirken. Denn nur, wer gut spricht und versteht, sagt Korpan, „kann sich später bilden“. Und hat damit die gleichen Chancen wie alle anderen.

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