+
Einweihung des neuen Aufenthalt-Zelts am KJR-Zeltplatz: (stehend von links) Landrätin Andrea Jochner-Weiß, Peißenbergs Vize-Bürgermeisterin Sandra Rößle, Katrin Jungmeier (Vorsitzende Kreisjugendring) und Michael Lautenbacher (Vorstandsmitglied „Sparkasse Oberland“). Im Vordergrund sind fleißige Helfer zu sehen, die das Zelt mit aufgebaut haben. 

KJR-Zeltplatz in Peißenberg

Es gibt keinen Pavillon, aber ein neues Zelt

Ein Pavillon ist es nicht geworden.  Dafür gibt es am KJR-Zeltplatz  ein neues Essens- und Aufenthaltszelt, das jetzt eingeweiht wurde. 

Peißenberg – Nein, der Kreisjugendring Weilheim-Schongau (KJR) wollte sich unter keinen Umständen blamieren. Das nagelneue Essens- und Aufenthaltszelt am Kinder- und Jugendzeltplatz an der Ammer bei Peißenberg sollte pünktlich zu seiner offiziellen Einweihungsfeier am vergangenen Samstag aufgestellt sein. Für die sechs mal zwölf Meter große Stahlkonstruktion gab es keine detaillierte Aufbauanleitung, sondern nur eine Explorationszeichnung. Und deshalb rückte ein siebenköpfiges Arbeitsteam bereits am 1. Mai an, „um einen zeitlichen Puffer zu haben, falls was nicht klappt“, wie KJR-Vorsitzende Katrin Jungmeier in ihrer Einweihungsrede erklärte. Doch die Sorgen waren völlig unbegründet. Gerade einmal fünf Stunden brauchten die Jugendbetreuer für den Aufbau: „Das ist ein guter Schnitt. Man schraubt ja nicht bloß ein Ikea-Regal zusammen. Aber im Vergleich zum alten Zelt war der Aufbau deutlich einfacher“, berichtete Simon Wonczak, einer der ehrenamtlichen Zeltbauer.

Das alte Aufenthaltszelt hatte bereits über 20 Jahre auf dem Buckel. Für das Gestänge gab es keine Ersatzteile und auch keine passende Außenhaut mehr. Die Betreuer mussten immer wieder Löcher flicken oder notdürftig zukleben. „Irgendwann war der Punkt erreicht, wo wir eine neue Lösung brauchten“, erzählte Jungmeier. Der KJR dachte zunächst an ein festes Bauwerk, unter anderem aus hygienischen Gründen. Das alte Zelt hatte keinen Boden, was vor allem bei schlechtem Wetter nicht optimal war. „Von den Betreuern kam deshalb die Idee für einen Pavillon – aber jetzt haben wir wieder ein Zelt“, stellte Jungmeier schmunzelnd fest. Der Hintergrund: Von Seiten des Landkreises als Mitfinanzierer war der KJR gebeten worden, eine mobile Zeltanlage zu beschaffen. In der Zukunft soll der Kinder- und Jugendzeltplatz nämlich irgendwann von Peißenberg nach Rottenbuch zur dortigen Ammermühle verlagert werden. Wann das genau geschehen wird, steht allerdings noch in den Sternen. Die Ammermühle wird derzeit als Asylunterkunft genutzt. „Wir wissen da nix“, erklärte Jungmeier. „Der Kreiskämmerer hat einmal was von zehn Jahren gesagt – je nach Asylbewerberlage.“ Insgesamt hat das neue, mit Boden ausgestattete Aufenthaltszelt 16 000 Euro gekostet. Finanziert wird der Betrag aus KJR-Rücklagen, mit einem 6000-Euro-Zuschuss von der Jubiläumsstiftung der „Sparkasse Oberland“ und mit Landkreisgeldern. „Das neue Zelt hat es dringend gebraucht“, konstatierte Landrätin Andrea Jochner-Weiß bei der Einweihung, „Dass es dafür öffentliche Gelder des Landkreises gibt, ist kein Dankeschön von Seiten des KJR wert, sondern eine Selbstverständlichkeit.“

Bernhard Jepsen

Auch interessant

Mehr zum Thema

Meistgelesene Artikel

Schläger muss vier Monate hinter Gitter
Ein Penzberger schlägerte just an seinem 21. Geburtstag - und kam so unters Erwachsenenstrafrecht. das Urteil: Vier Monate Gefängnis.
Schläger muss vier Monate hinter Gitter
Nach Reifenplatzer auf A95: Auto durch die Luft katapultiert
Auf der A95 bei Penzberg hat sich am Sonntagabend ein schwerer Unfall ereignet. Weil ein Reifen platzte, schleuderte ein Auto die Böschung herunter. Vier Personen wurden …
Nach Reifenplatzer auf A95: Auto durch die Luft katapultiert
Warum es ausgerechnet in Weilheim ein WWF-Büro gibt
In Bayern gibt es nur eine Außenstelle des WWF, eine der größten Natur- und Umweltschutzorganisationen weltweit. Warum dieses Büro seinen Sitz ausgerechnet in Weilheim …
Warum es ausgerechnet in Weilheim ein WWF-Büro gibt
Unwetter-Alarm für die Feuerwehren
Das Unwetter hat die Penzberger Feuerwehr in Atem gehalten. Im ganzen Stadtgebiet rückten die Helfer aus. 33 Aktive mit sieben Fahrzeugen waren fast drei Stunden im …
Unwetter-Alarm für die Feuerwehren

Kommentare