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Die beste Holzkohle weit und breit kommt aus Peißenberg

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Von: Bernhard Jepsen

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1100 Kilogramm feinste Holzkohle entstand während der Köhlertage aus den 20 Ster Holz, mit denen der Rundmeiler befüllt worden war. Das freute die Organisatoren, die generell sehr zufrieden mit dem Ablauf ihres Festes waren. In Zukunft könnten sich Vereine präsentieren und so für das Rahmenprogramm sorgen
1100 Kilogramm feinste Holzkohle entstand während der Köhlertage aus den 20 Ster Holz, mit denen der Rundmeiler befüllt worden war. Das freute die Organisatoren, die generell sehr zufrieden mit dem Ablauf ihres Festes waren. In Zukunft könnten sich Vereine präsentieren und so für das Rahmenprogramm sorgen © JEPSEN

Mit reicher Ernte gingen die Peißenberg Köhlertage zu Ende. Über eine Tonne an Holzkohle wurde aus dem Rundmeiler gezogen. Der veranstaltende Verein „Bier & Tradition“ zog ein positives Fazit – auch wenn witterungsbedingt nicht ganz so viele Besucher auf den Festplatz an der Moosleite kamen.

Peißenberg – „Es herrschte eine angenehme Stimmung. Von unserer Seite aus war alles wunderbar. Es hat gepasst.“ Franz-Josef Fischer, der Vereinschef von „Bier & Tradition“ war schon am Freitag-Vormittag, als der Rundmeiler geöffnet wurde, angetan über den Ablauf der sechsten Auflage der „Peißenberger Köhlertage“.

Die Laune dürfte am Samstag noch besser geworden sein, denn dann stand fest: Der dampfende, mit knapp 20 Ster Holz gefüllte Rundmeiler hat 1100 Kilogramm Holzkohle produziert – und das in bester Qualität. Die Menge wurde in 110 Säcken verfüllt und am Sonntag-Vormittag verkauft.

Durch das langsame Abbrennen speichert die Holzkohle mehr Energie

Angeführt von „Oberköhler“ Ludwig Hutter aus Bad Kohlgrub verfügt der Verein „Bier & Tradition“ längst über das fachliche Know-how. Durch das langsame Abbrennen speichert die Holzkohle mehr Energie als im Vergleich zu industriellen Herstellungsverfahren. Der Brennwert ist dementsprechend höher.

„Die Fachkompetenz in unserem Verein ist wirklich super“, lobt Fischer. Die traditionelle Köhlerei würde aber auch das Interesse in der Bevölkerung wecken: „Viele sagen: ,Schön, dass es so etwas gibt‘“, berichtet Fischer. „Das ist Ansporn für uns, dass wir es nicht einschlafen lassen. Auch wenn der Aufwand gewaltig ist und die aktiven Vereinsmitglieder nicht jünger werden.“ Neben einer verstärkten Nachwuchsrekrutierung schwebt Fischer vor, die nächste Auflage der Köhlertage in Kooperation mit anderen Vereinen zu veranstalten.

Vereine könnten sich in Zukunft präsentieren und das Rahmenprogramm gestalten

Den Anfang hat man bereits heuer gemacht, indem der „Frohsinn 2000“ einen Familiennachmittag organisierte. Die Vereine, so Fischers Gedanke, könnten sich über die Plattform der Köhlertage präsentieren und für das Spektakel rund um den Meiler sorgen: „Wir bräuchten Vereine, die uns einen Rahmen schaffen.“ In zwei oder drei Jahren soll die nächste Auflage der Köhlertage stattfinden. Dann spielt hoffentlich das Wetter auch wieder besser mit. Aufgrund des Regenwetters musste der Start der Köhlertage um einen Tag verschoben werden (wir berichteten). Und die Nässe drückte das Besucheraufkommen. „Die Resonanz war nicht ganz so groß, auch wenn wir zufrieden sind. Es lief im normalen Rahmen ab“, erklärt der zweite Vereinsvorstand, Johann Mayr.

An zwei Abenden hatte man Musikgruppen engagiert. Ansonsten ergaben sich auch spontan gemütliche Runden. An einem Abend kam zum Beispiel ein Akkordeon-Spieler an die Moosleite und hat ein Gratiskonzert gegeben. Übrigens: Bei den Köhlertagen wurde nicht nur Holz verbrannt respektive verkohlt, sondern auch für das Nachwachsen des Rohstoffs gesorgt. Im Zuge der vom CSU-Ortsverband initiierten Aktion „1000 Bäume für Peißenberg“ wurden 25 Jungstämme unters Volk gebracht: „Das hat zu unserem Rahmen gepasst“, so Fischer als Fazit der wieder sehr gelungenen Veranstaltung.

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