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Peter Blome, SPD.
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Stefan Rießenberger, Peißenberger Bürgervereinigung.
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Rüdiger Imgart, AfD.
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Frank Zellner, CSU.
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Manuela Vanni, Peißenberger Liste

Wer kandidiert?

Kommunalwahl 2020 in Peißenberg: Kandidatenkarussell noch ohne Namen

Bei der Kommunalwahl 2014 gab es in Peißenberg vier Wahllisten, die jeweils einen eigenen Bürgermeisterkandidaten stellten. 2020 werden es sehr wahrscheinlich mehr Bewerber sein. Die Parteien halten sich zwar noch bedeckt, doch das Spektrum in der Marktgemeinde wird sich erweitern – und zwar deutlich.

Peißenberg – So viel steht bereits fest: Peißenberg darf sich auf eine spannende Kommunalwahl im Jahr 2020 freuen. Neben den im Marktrat vertretenen Gruppierungen (CSU, SPD, Bürgervereinigung und Peißenberger Liste) werden ziemlich sicher weitere Gruppen Listen aufstellen. Hinter den Kulissen wird jedenfalls fleißig am Personaltableau gestrickt. Der neu gegründete Ortsverband der Grünen steht dabei ebenso in den Startlöchern wie die AfD. Und dann könnte es noch eine faustdicke Überraschung geben – doch alles ist noch streng vertraulich und geheim. Auch Bürgermeisterin Manuela Vanni rechnet mit „sechs oder sieben Listen“. Über ihre eigenen Ambitionen will sich Vanni erst im Frühjahr 2019 äußern. Den Zeitplan hatte sie bereits im Mai anlässlich eines Interviews mit der Heimatzeitung ausgegeben – „und dabei bleibt´s auch“, betont Vanni. Die Entscheidung, ob sie sich 2020 als Vertreterin der Peißenberger Liste um eine dritte Amtsperiode bemüht, habe sie für sich persönlich aber bereits getroffen. Insider gehen davon aus, dass Vanni noch einmal kandidiert. Und wie sieht es bei den anderen Parteien aus? Im Lager der SPD will man laut Ortsvereinschef Peter Blome „im ersten Quartal 2019“ einen Kandidaten präsentieren. Derzeit habe man zwei Interessenten im Rennen. „Beide sind Peißenberger und im Ort bekannt“, verrät Blome. Über die Kandidatenkür würden letztlich die Ortsvereinsmitglieder entscheiden. Auch bei der CSU wird es noch ein Weilchen dauern. Intern sei man derzeit noch mit „Vorberatungen“ beschäftigt, wie Ortsverbandsvorsitzender Frank Zellner auf Nachfrage erklärt: „Wir haben viele geeignete Kandidaten in der Marktratsfraktion und in der Partei.“ Nicht mehr zu diesem Kreis gehört seit Donnerstagabend Walter Wurzinger. Der bisherige Sprecher von „CSU/Parteilose“ legte aufgrund fehlenden Rückhalts sein Amt nieder und trat obendrein aus der Fraktion aus (ausführlicher Bericht folgt). Auch hinter dem CSU-Ortsverbandschef selbst darf man bezüglich einer Spitzenkandidatur ein dickes Fragezeichen setzen. Zellner hat als Leiter des Jobcenters in Weilheim erst vor kurzem eine neue berufliche Herausforderung angenommen.

Bei der Bürgervereinigung ist man laut Stefan Rießenberger derzeit munter am „Listenbasteln“. Mit der Bekanntgabe eines Bürgermeisterkandidaten wolle man sich wie CSU und SPD aber noch Zeit lassen. Rießenberger selbst wird morgen bei der Hauptversammlung seinen Posten als Vorsitzender der Bürgervereinigung abgeben – „aus zeitlichen Gründen“, wie der Neu-TSV-Präsident erklärt. Befragt nach seinen Ambitionen auf eine erneute Bürgermeisterkandidatur lässt Rießenberger Raum für Spekulationen: „Man soll nichts ausschließen.“ Und wie sieht es mit einer möglichen Kooperation mit den Grünen aus? Thematisch würde es ja durchaus Schnittmengen mit der Bürgervereinigung geben (Stichwort: Gemeinwohlökonomie), doch Rießenberger wiegelt ab: „Es hat diesbezüglich keinerlei Gespräche gegeben.“ Neu auf Peißenbergs kommunalpolitische Bühne könnte 2020 die AfD treten. Laut Kreisvorstandsmitglied Rüdiger Imgart hat man in der Partei erkannt, dass das bundespolitische Engagement eines „lokalen Unterbaus“ bedürfe. Organisatorisch müsse man aber noch vieles regeln, deshalb sei auch noch nichts entschieden. Demnächst werde auf dem Landesparteitag beraten, ob sich die AfD auch für Listenverbindungen öffnet. In Peißenberg habe man indes bereits eine Reihe von Mitgliedern: „Wir sind bemüht, dorthin zu kommen“, so Imgart.

Von Bernhard Jepsen

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